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Kanaren melden Krätze-Fälle – alles zu Vorkommen und Behandlung


Auf den Kanarischen Inseln mehren sich die Fälle von Krätze. Ausbrüche der parasitären Hautkrankheit betreffen meist mehrere Personen. Was Betroffene unternehmen sollten.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Schon seit Jahren warnen Dermatologen auf den Kanaren vor zunehmenden Krätze-Fällen. Jetzt gibt es tatsächlich mehrere Ausbrüche. Laut Gesundheitsamt der Kanarischen Inseln gebe es im gesamten Staatsgebiet Spaniens Fälle – und so auch auf dem Archipel.

Demnach gab es allein zwischen Januar und April 16 Ausbrüche von Krätze auf den Kanarischen Inseln. In Summe waren 75 Menschen davon betroffen. Sieben Ausbrüche wurden im Januar registriert, zwei im Februar, drei im März und vier im April. Hinzu kommt eine unklare Dunkelziffer von Menschen, die nur von einer Hautreizung ausgehen und keinen Arzt konsultieren.

In der Folge haben nun bereits mehrere Schulen ein Protokoll zur Vermeidung von Ansteckungen aktiviert. Allerdings treten die Fälle nicht nur dort auf. Wo und wie es die meisten Ansteckungen gab:

Krätze-Ausbrüche auf den Kanarischen Inseln

Krätze-Ausbrüche werden laut Gesundheitsamt der Kanaren vornehmlich in Schulen und Pflegeheimen verbreitet. Im Regelfall sind immer nur die nächsten Angehörigen mit betroffen.

Dabei sind auf Teneriffa mit elf die meisten Ausbrüche festgestellt worden. Es folgen Gran Canaria mit vier und Lanzarote mit einem Ausbruch. An Schulen und in Pflegeheimen werden nun bereits Informationen verteilt, so dass die Familien sensibilisiert sind und auf Anzeichen einer Ansteckung achten.

Krätze auf den Kanaren – das sollten Betroffene tun

Krätze ist eine Hautkrankheit, die von der Milbe “Sarcoptes scabiei” verursacht wird. Die Folge eines Befalls ist vor allem lästiger Juckreiz. Die Milbe wird mit so genannten Skabiziden behandelt. Diese werden in der Regel als Cremes, Sprays oder Salben auf die Haut aufgetragen. Unbehandelt werden die Milben oft weitergegeben und verbreiten sich entsprechend im näheren Umfeld des Patienten.

Das Gesundheitsamt der Kanaren empfiehlt neben der Anwendung von Medikamenten, die Finger- und Zehennägel zu schneiden. Zudem solle vor dem Schlafengehen gründlich geduscht werden. Kleidung sollte außerdem heiß gewaschen werden.

Zudem sollten Matratzen, Polster und weitere schwer zu reinigende Dinge gründlich mit Dampf gereinigt werden. Was nicht heiß gewaschen werden kann, sollte für vier Tage luftdicht in Säcken verschlossen werden. Die Milbe stirbt ab, wenn sie entsprechend lang von ihrem Wirt getrennt ist.


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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