In Spanien ist der DNI jetzt offiziell scharfgeschaltet. Wer sich im Alltag ausweisen muss, kann das ab Mittwoch ganz einfach per Handy erledigen, denn die Identifizierung über das Mobiltelefon wird bei mehreren Vorgängen anerkannt. Die Nationalpolizei machte deutlich, dass der digitale Personalausweis auf dem Smartphone mit voller rechtlicher Gültigkeit vorgezeigt werden kann.
Gedacht ist das Ganze etwa für den Check-in im Hotel, für die Identifizierung bei Autovermietungen, beim Abholen von Paketen und auch bei der Ausgabe von Medikamenten in der Apotheke. Wichtig ist dabei: Die Ankündigung gilt ausdrücklich für den spanischen Personalausweis. Dahinter steckt die App MiDNI, die einen dynamischen QR-Code erzeugt.
Das Innenministerium geht davon aus, dass der digitale DNI künftig sämtliche Vorgänge abdeckt, bei denen man bislang die Plastikkarte gezückt hat. Die Echtheit der Identität bestätigt dabei der QR-Code.
Kanaren: Digitaler Ausweis ab April gültig
Geprüft werden kann der Code auf zwei Wegen, nämlich über die Internetseite midni.com.es oder über eine App, die auf dem Gerät der prüfenden Stelle läuft. Die Nationalpolizei nennt das Verfahren sicher und schnell.
Angekündigt hatte die Behörde den Start bereits am Montag in den sozialen Netzwerken. Dort hieß es, ab dem 2. April bestehe das Recht, den DNI über das Handy zu nutzen. Los geht es mit dem Download der App, die es für iOS und für Android gibt. Anschließend tragen die Nutzer ihre DNI-Nummer ein sowie die Dokumentennummer, die vorne auf dem physischen Ausweis steht.
Im nächsten Schritt vergibt man ein persönliches Passwort und schaltet die biometrische Sicherung des Telefons frei, also den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung. Zum Schluss schickt das System eine SMS mit einem einmaligen Bestätigungscode, den man dann noch in der App eintragen muss.
Ist alles aktiviert, erzeugt MiDNI den QR-Code für die Identifizierung. In vielen alltäglichen Situationen muss man den physischen Ausweis dann gar nicht mehr dabeihaben. Die Behörde ordnet die Neuerung in die Verwaltungsdigitalisierung in Spanien ein.
Betroffen sind ausschließlich spanische Staatsbürger, die sich im Land ausweisen müssen. Eine Ausweitung auf ausländische Dokumente ist nicht geplant, und an den bestehenden Identitätskontrollen ändert sich nichts. Die digitale Variante tritt also einfach neben die klassischen Möglichkeiten.
















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