Der CD Teneriffa trauert um Jesús de Miguel. Der Stürmer ist am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr im Universitätsklinikum Nuestra Señora de Candelaria in Santa Cruz an den Folgen eines Zusammenpralls auf dem Spielfeld gestorben. Er wurde 30 Jahre alt.
Am Montagabend war De Miguel im Heimspiel gegen den FC Andorra schwer verletzt worden. Es lief bereits die Nachspielzeit, es stand 2:2. Der Angreifer setzte einem langen Ball nach, Andorras Torwart Jesús Owono kam zugleich weit aus seinem Strafraum, um den Ball zu klären. Die beiden Fußballprofis prallten zusammen. Owono traf den Stürmer dabei mit dem Knie an der Brust. Der Schiedsrichter zeigte dem Torwart die Rote Karte.
De Miguel blieb auf dem Rasen liegen und erlitt einen Herzstillstand. Die Sanitäter belebten ihn wieder und brachten ihn ins Krankenhaus. Das Spiel im Estadio Heliodoro Rodríguez López wurde nicht mehr angepfiffen.
CD Teneriffa: Tragischer Tod nach Foul im Liga-Spiel
Auf der Intensivstation galt sein Zustand zunächst als ernst, aber stabil. In der Nacht zum Dienstag teilte der Verein dann mit, es gehe ihm neurologisch schlechter. Wenige Stunden später kam die Todesnachricht.
«Wir sind vom Schmerz zerrissen, haben einen Kloß im Hals und können nicht glauben, dass das wahr ist», schrieb der CD Teneriffa. Es gebe keine tröstenden Worte. «Wir sind bei seiner untröstlichen Familie, bei seinen Liebsten und bei allen Anhängern des Vereins.» Die Familie dankt für die Anteilnahme und bittet darum, ihre Privatsphäre zu achten.
Jesús de Miguel Alameda: Spätes Glück im Profifußball
Jesús de Miguel Alameda, von allen «Demi» genannt, kam am 21. September 1996 in Madrid zur Welt. Er spielte lange in den unteren Ligen, unter anderem für Internacional de Madrid, Navalcarnero und Unionistas de Salamanca. Mit dem CD Castellón stieg er 2024 in die zweite Liga auf, mit 16 Treffern war er in dieser Saison bester Torschütze seiner Staffel. Sein erstes Profispiel bestritt er erst mit 27 Jahren.
Im Juli 2025 wechselte er nach Teneriffa und unterschrieb dort bis 2028. Mit elf Ligatoren hatte er großen Anteil daran, dass der Verein im vergangenen Frühjahr in die zweite Liga zurückkehrte. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte er bessere Angebote anderer Klubs abgelehnt, um auf der Insel zu bleiben. Für den CD Teneriffa bestritt er 36 Pflichtspiele, sechs davon in der laufenden Saison. Außerdem saß er im Vorstand der spanischen Spielergewerkschaft AFE.
Nach tragischem Unfall: Spanischer Fußball setzt Spiele aus
Die Anteilnahme ist groß. Der spanische Fußballverband sagte die für Dienstag geplanten Spiele ab, darunter die erste Runde der Copa del Rey. Real Madrid hielt im Training eine Schweigeminute ab. Auch der FC Barcelona, Atlético Madrid, der FC Sevilla und die UD Las Palmas sprachen der Familie ihr Beileid aus.
Der FC Andorra schrieb, man sei «mit gebrochenem Herzen und am Boden zerstört». Präsident Gerard Piqué: «Es tut mir von ganzer Seele leid. Ruhe in Frieden, Jesús.» Owono soll nach Angaben seines Vereins tief erschüttert sein. Er habe den Gegenspieler nicht verletzen wollen und wolle zunächst still Kontakt zur Familie aufnehmen.
















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