Ein Stück Kuba auf Teneriffa: Alcalá feiert „Fiesta del Son“
Einmal im Jahr verwandelt sich der kleine Fischerort Alcalá an der Westküste Teneriffas auf rhythmische Weise in eine Art Vorort von Havanna, der Hauptstadt Kubas. Zu afro-kubanischen Rhythmen feierten am ersten Februarwochenende Einheimische sowie Touristen, größtenteils in weiß gekleidet, die "Fiesta del Son" mit viel Mojito, Cuba Libre und guter Laune. Hier die schönsten Eindrücke:
Kathrin Lucia Meyer
Kathrin Lucia Meyer ist freie Journalistin. Sie berichtet über verschiedene Themen von den Kanarischen Inseln, am liebsten von La Palma sowie über Themen rund um Landwirtschaft, Tourismus und Umwelt. Zum Autorinnen-Profil von Kathrin Lucia Meyer.
3 Min. Lesezeit
Kathrin Lucia Meyer
Im Mittelpunkt des zweitägigen Festivals stehen der Son Cubano, aber auch andere karibische Musikstile wie Salsa, Rumba, Mambo und Cha-Cha-Cha, die sich aus dem Son ableiten.
Kathrin Lucia Meyer
Jedes Jahr versammeln sich mehrere tausend Menschen in den bunt geschmückten Straßen und auf dem Marktplatz von Alcalá.
Vor allem der Son Cubano, eine Mischung aus spanischen, afrikanischen und karibischen Rhythmen, ist durch den Einfluss der lateinamerikanischen Einwanderer von den Kanaren nicht mehr wegzudenken.
Kathrin Lucia Meyer
Das Fest wurde ins Leben gerufen, um die musikalischen und kulturellen Verbindungen zwischen der Karibik und den Kanarischen Inseln zu feiern.
Kathrin Lucia Meyer
Zu afro-kubanischen Rhythmen feierten am ersten Februarwochenende Einheimische sowie Touristen, vorwiegend in weiß gekleidet, die "Fiesta del Son" – natürlich mit viel Mojito und Cuba Libre.
Anzeige
WerbungWeiter ›
Kathrin Lucia Meyer
Seine große Bedeutung in der kubanischen Musikgeschichte erlangte der Son Cubano auch dadurch, dass er nach der Unabhängigkeit von Spanien bei weißen und schwarzen Musikern gleichermaßen Anhänger fand.
Kathrin Lucia Meyer
Nach der Revolution hatte er an Bedeutung verloren. Gegenüber westlichen musikalischen Einflüssen wie Jazz oder Blues schottete sich Kuba regelrecht ab. So verschwand der Son im Laufe der Zeit auch in Kuba weitgehend aus dem öffentlichen Leben oder wurde zur „Musik der Alten“ degradiert. Seit der Wiederbelebung in den 90ern durch besagten "Buena Vista Social Club" finden sich seitdem wieder vermehrt neu formierte Musikgruppen, die sich dem Son Cubano widmen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte der Son schließlich in die Hauptstadt Havanna. Die spärliche Besetzung der Son-Gruppen - meist Trios mit Tres, Marimbula, Maracas oder Claves - wurde bald durch zusätzliche Instrumente (Kontrabass statt Marimbula, Gitarre, Bongos, Trompete) zum Sextett oder Septett erweitert.
Zum Sonnenuntergang traf man sich mit Salsa-Klängen im Hintergrund.
Weitere wichtige Fest-Termine auf den Kanaren finden Sie jetzt hier bei uns:
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.