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Freitag, 19. Juni 2026
El Hierro

El Hierro: Bürger-Sturmlauf beendet Beton-Arbeiten im Schutzgebiet

Der Protest hat gesessen: El Pinar auf El Hierro hat die geplanten Betonliegen in Tacorón gestoppt. Zuvor liefen Aktivisten Sturm.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Stadtverwaltung El Pinar gibt den Bau von 115 Betonliegen in der Bucht Tacorón auf.
  • Eine Petition sammelte binnen einer Woche fast 10.000 Unterschriften gegen den Eingriff.
  • Die Gemeinde will die Bauschäden in dem europäischen Schutzgebiet wieder beseitigen.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Stadtverwaltung von El Pinar auf El Hierro muss klein beigeben. Das Rathaus hat den Bau von 115 Betonliegen in der Badebucht Tacorón aufgegeben. Bürgermeister Juan Miguel Padrón einigte sich mit der Bürgerplattform „Salvar Tacorón“ und sagte zu, die durch die bisherigen Bauarbeiten entstandenen Schäden zu beheben.

Vorausgegangen war ein wachsender Protest gegen den Eingriff (wir berichteten – mehr dazu unten). Eine Petition auf der Plattform Change.org sammelte innerhalb von einer Woche fast 10.000 Unterschriften. Der Widerstand reichte über die Gemeindegrenzen hinaus und fand auch Unterstützung von Menschen aus anderen Teilen der Kanaren sowie von Besuchern, die Tacorón kennen. Auch die spanische Küstenschutzbehörde Dirección General de Costas hatte sich eingeschaltet und das Vorhaben zunächst gestoppt, da eine vorherige Genehmigung fehlte.

Als europäisches Schutzgebiet zählt Tacorón zu einer Zona Especial de Conservación (ZEC). Salvar Tacorón hält dem Projekt vor, dass das vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsgutachten für Eingriffe in einer solchen Zone gefehlt habe. Welche Bauschäden die Gemeinde nun konkret rückgängig machen muss:

„Salvar Tacorón“: „Betonliegen-Verzicht ist vernünftig“

Nach dem Stopp durch die Küstenschutzbehörde trafen sich Mitglieder der Plattform mit Padrón. Dabei verpflichtete sich die Stadtverwaltung, die Folgen des Baus einer Piste und einer Ablagerung von Bauabfällen zu beseitigen. In einem Kommuniqué bezeichneten die Aktivisten die Entscheidung des Bürgermeisters als „vernünftig und verantwortungsvoll“. Die Maßnahme habe „niemals vorgeschlagen werden dürfen“, hieß es seitens der Plattform weiter.

Nach Darstellung des Kollektivs fehlten dem Vorhaben neben dem Umweltgutachten auch die Genehmigung der Dirección General de Costas sowie die der kanarischen Consejería de Transición Ecológica, des Regionalministeriums für ökologischen Wandel. Padrón bestätigte inzwischen auf Nachfrage den Verzicht auf die 115 Betonliegen und bestätigte die Wiederherstellung der betroffenen Zone.

„Salvar Tacorón“ fordert nun, das ursprüngliche Projekt umzusetzen: bestehende Einrichtungen wie Picknickplätze, Grillstellen und Bereiche zum Sonnen zu verbessern. Verkommende Einrichtungen zu verbessern sei der vernünftigere Weg, als neue Strukturen in einem Schutzgebiet zu errichten.

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