Zum Inhalt springen
Samstag, 11. Juli 2026
El Hierro

El Hierro: Fortschritte bei Sozialdiensten und am Flughafen

El Hierro setzt mit einem neuen Sozialpakt und Fortschritten am Flughafen wichtige Akzente. Außerdem gibt es weitere Themen des Tages.

An diesem Mittwoch dreht sich auf El Hierro einiges: frisches Geld für den Sozialbereich, Bewegung am Flughafen und protestierende Fischer, dazu weitere Entwicklungen. Was den Tag auf der Insel bestimmt, haben wir in unserer Tageszusammenfassung gebündelt.

El Hierro besiegelt Sozialpakt bis 2028 mit 18,29 Millionen Euro

Bis 2028 gilt nun ein neues Abkommen für die sozialen Dienste, das das Cabildo unter Dach und Fach gebracht hat. Mit der Kanarenregierung geschlossen, umfasst der Vertrag knapp 18,3 Millionen Euro und regelt die Leistungen rund um Abhängigkeit, Senioren, Menschen mit Behinderungen sowie Kinder unter sechs Jahren. Der Rahmen verschaffe Planungssicherheit beim Personal und ermögliche Verbesserungen, sagte Sozialdezernent Amado Carballo. Gegenüber 2024 wachsen die Mittel 2025 um mehr als 20 Prozent, 2026 sollen es 40 Prozent mehr sein. Präsident Alpidio Armas hob hervor, die Vereinbarung decke zentrale Bedürfnisse ab, ohne dass damit alles erledigt sei: Weitere Schritte blieben nötig.

Flughafen El Hierro normalisiert Frühverbindung nach Teneriffa Nord

Beim ersten Flug Richtung Teneriffa Nord nähert sich der Flughafen wieder dem gewohnten Plan an. Aena informierte das Cabildo, dass die Maschine künftig 15 Minuten früher unterwegs ist und um 7.40 Uhr in Teneriffa Nord abhebt. Gegen 8.20 Uhr setzt sie dann auf El Hierro auf, womit die einstige Routine fast wieder erreicht ist. Die monatelangen Verzögerungen führte das Cabildo auf Personalengpässe bei SAERCO zurück und betonte, man habe den Dienst eng begleitet. Insgesamt soll die Abflugzeit nach Aenas Plänen schrittweise um 20 Minuten nach vorn rücken.

Fischer in La Restinga kritisieren EU-Kontrollregeln

In La Restinga sind Fischer auf die Straße gegangen, um gegen die neue EU-Fischereikontrollverordnung zu protestieren. Sie nahmen unter anderem die Pflicht aufs Korn, die Ankunft vier Stunden im Voraus zu melden, ebenso die elektronische Erfassung sämtlicher Fänge schon ab dem ersten Kilogramm. Für handwerkliche Küstenboote seien solche Vorgaben kaum praktikabel, so die Branche, die zudem vor Bürokratie und vor Sicherheitsrisiken an Bord warnt. Mehr dazu lesen Sie hier.



Cabildo lädt Papst Leo XIV. nach El Hierro

Offiziell hat der Inselrat Papst Leo XIV. nach El Hierro eingeladen. In dem Schreiben legte die Institution die Migrationslage der vergangenen drei Jahre dar, in denen Tausende Menschen unter teils lebensgefährlichen Bedingungen die Insel erreichten. Gewürdigt wird in dem Brief die solidarische Aufnahme durch Bevölkerung, Notdienste und Freiwillige, wobei zugleich auf die eigene Migrationsgeschichte der Insel verwiesen wird. Für logistische Vorbereitungen stehe er bereit, erklärte Präsident Alpidio Armas. Nach Ansicht des Cabildo hätte ein Besuch auch international Signalwirkung mit Blick auf die humanitäre Krise an Europas Grenzen.

Seniorenresidenz in La Frontera macht Fortschritte, Personal bleibt Engpass

Den Bau der Seniorenresidenz in La Frontera hat das Cabildo weiter begleitet. Gemeinsam mit Tragsa gingen Inselpräsident Alpidio Armas und Sozialdezernent Amado Carballo den Stand durch und stimmten die nächsten Schritte ab. Dass fehlendes Fachpersonal auf der Insel den Start verzögert habe, berichtete Tragsa. Innenreinigungen, Rodungen, Grabenfüllungen und die Umzäunung sind bereits im Gange, und für Trockenbau, Dachabdichtung sowie Maurerarbeiten wurden Aufträge vergeben. Unbesetzt blieb hingegen ein Vertrag zur Maschinenmiete; für zentrale Gewerke, darunter Installationen, stehen neue Ausschreibungen an.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.