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Freitag, 12. Juni 2026
Fuerteventura

Polizei auf Fuerteventura nimmt mutmaßlichen Kanaren-Schleuser fest

Der Polizei von Fuerteventura ist ein Fang ins Netz gegangen: Die Beamten nahmen einen mutmaßlichen Schleuser fest. Der Mann sitzt nach richterlicher Anordnung in Untersuchungshaft.

Er soll für den illegalen Transport von tausenden Migranten aus Marokko auf die Kanaren verantwortlich sein. Doch damit ist nun vorerst Schluss: Die Polizei hat auf Fuerteventura einen mutmaßliche Schleuser gefasst.

Dem Verdächtigen wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und die Förderung illegaler Einwanderung vorgeworfen. Die Ermittlungen ergaben, dass der Festgenommene als logistischer Mittelsmann der Gruppe fungiert haben soll.

Der Mann soll für die Entgegennahme von Zahlungen, die Koordination der Überfahrten und die Unterstützung der Migranten nach deren Ankunft auf dem Archipel zuständig gewesen sein. Nach Angaben der Polizei lag der wirtschaftliche Gewinn pro transportierter Person bei mehr als 4000 Euro.

Kanaren-Migration: Polizei fasst Schleuser

Die Organisation agiert laut Ermittlungen von Marokko aus und bringt Migranten mit Schlauchbooten von der Provinz Tan Tan aus auf die Kanarischen Inseln. Die Gruppe besteht aus diversen Mitgliedern, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Dazu gehören die Anwerbung potenzieller Migranten, ihr Transport, die Kontrolle und das Management der Zahlungen.

Die Polizei-Aktionen, die zur Festnahme führten, fanden am Dienstag und Donnerstag mit Hausdurchsuchungen in der Gemeinde Antigua auf Fuerteventura statt. In der Wohnung stellten die Beamten sechs Mobiltelefone, Datenträger und Unterlagen sicher, die mit den kriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen.

Kanaren: Polizei zerschlägt Schleuser-Netzwerk

Den Festgenommenen überstellte die Polizei dem Ermittlungsgericht Nummer 1 in Arrecife auf Lanzarote. Der zuständige Richter ordnete die Untersuchungshaft an.

Auf den Kanarischen Inseln waren im vergangenen Jahr so viele Flüchtlinge und Migranten angekommen wie nie zuvor. In diesem Jahr ging die Zahl ankommender Migranten zunächst deutlich zurück.

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