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Mittwoch, 24. Juni 2026
Gran Canaria

Gran Canaria verhängt mehr Strafen – Deutsche zahlen am meisten

Gran Canaria hat mehr als 220 Touristen in Schutzgebieten belangt. Deutsche werden von allen auswärtigen Gästen am häufigsten zur Kasse gebeten. Das sind die Fakten.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Gran Canaria hat seit Anfang 2025 mehr als 220 ausländische Besucher in Schutzgebieten angezeigt.
  • Im laufenden Jahr 2026 entfallen 75 der 280 Verfahren auf Ausländer, vor allem aus Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien.
  • Die Inselverwaltung schützt die Dünen von Maspalomas und den Roque Nublo mit neuen Plänen und begrenztem Zugang.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat seit Anfang 2025 mehr als 220 Bußgeldverfahren gegen ausländische Besucher in geschützten Naturräumen eingeleitet. Deutsche zählen dabei zu den Nationalitäten mit den meisten Verfahren. Die Zahlen umfassen das Gesamtjahr 2025 und das erste Halbjahr 2026.

Im Jahr 2025 leiteten die Umweltagenten 151 Verfahren gegen ausländische Staatsangehörige verschiedener Nationalitäten ein. Für das laufende Jahr hält die Behörde 280 Umweltverstöße in Bearbeitung.

Von diesen 280 Verfahren im Jahr 2026 entfallen bislang 75 auf ausländische Besucher, das entspricht knapp 27 Prozent. Die meisten Verfahren betreffen Deutsche, Franzosen, Italiener und Briten. Insgesamt stammen die belangten Besucher aus 14 Ländern, darunter Kanada, Ungarn, Dänemark, Polen, Slowenien, Norwegen, Schweden, der Schweiz und China. Wo die Verstöße am häufigsten auftreten, zeigt der Blick auf die einzelnen Schutzgebiete.

Bußgelder in Maspalomas und am Roque Nublo auf Gran Canaria

Im Schutzgebiet der Dünen von Maspalomas registrierten die Umweltagenten im bisherigen Jahresverlauf 43 Verstöße. Im Parque Rural del Nublo waren es 16. Beide Gebiete gehören zu den meistbesuchten Naturräumen der Kanaren-Insel.

Raúl García Brink, bei der Inselverwaltung für die Umwelt zuständig, ordnete die Zahlen so ein: „Gran Canaria verfügt über Naturräume von außergewöhnlichem ökologischem und landschaftlichem Wert, die eines unserer wichtigsten Identitätsmerkmale sind. Die überwiegende Mehrheit derer, die uns besuchen, genießt sie verantwortungsvoll, doch diese Daten erinnern uns daran, dass wir Information und Sensibilisierung weiter stärken müssen, um den Schutz des Gebiets mit seinem Besuch vereinbar zu machen.“

Neue Schutzpläne für die Naturräume von Gran Canaria

Im Februar 2025 trat ein Regulierungs- und Schutzplan für den Roque Nublo in Kraft, der den Zugang ordnen und kontrollieren soll. Durch ein System mit begrenztem Tagesaufkommen und Parkbeschränkungen für Privatfahrzeuge am Wanderweg-Anfang kommt nur noch etwa die Hälfte der vorherigen Besucher in den Naturpark.

Kürzlich genehmigte die Inselverwaltung zudem die Ausarbeitung eines Plans zur Ordnung der natürlichen Ressourcen für die Dünen von Maspalomas. Er soll die 404 Hektar der Dünen nachhaltig sichern, die Küstenerosion bremsen und Naturschutz mit touristischer Nutzung vereinbaren. Das parallel laufende Projekt Masdunas zielt auf die Renaturierung des Ökosystems und die Wiederherstellung der einheimischen Vegetation an.

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