Auf Gran Canaria sind im Juni 807 Exemplare der kalifornischen Königsnatter gefangen worden. Das ist der höchste in einem einzelnen Monat erfasste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Bislang galt der Mai 2025 mit 803 gefangenen Tieren als Rekordmonat.
Teneriffa News berichtet bereits seit Jahren über die explosionsartige Ausbreitung der Schlangen auf Gran Canaria. Erste Anzeichen für eine Ansiedlung reichen bis ins Jahr 1998 zurück, nachgewiesen wurden die Tiere jedoch erst 2004. Etwa die Hälfte der gefangenen Exemplare sind Weibchen, und jedes Weibchen bringt auf der Insel im Mittel rund zehn Eier pro Jahr hervor.
Der Juniwert 2026 übertraf den bisherigen Höchstwert für diesen Monat um 184 Tiere. Im Juni 2025 hatten die Teams 623 Schlangen gefangen. In den ersten sechs Monaten 2026 kamen 2209 Exemplare zusammen. Wie sich diese Zahl bis zum Jahresende entwickelt, hängt von einem bekannten saisonalen Muster ab.
Königsnatter auf Gran Canaria: 2026 bereits fünftstärkstes Jahr
Mit 2209 Fängen im ersten Halbjahr rangiert 2026 schon jetzt auf Platz fünf der fangstärksten Jahre seit Beginn der Erfassung, obwohl noch sechs Monate ausstehen. Im Mai wurden 793 Tiere gefangen, der dritthöchste Monatswert überhaupt. Erfahrungsgemäß gehen die Fangzahlen ab August und in den letzten Monaten des Jahres zurück.
Die kalifornische Königsnatter breitet sich seit knapp 30 Jahren auf Gran Canaria aus. Das behördliche Kontrollprogramm läuft seit 2009. Finanziert wird es je zur Hälfte von der Umweltabteilung der Inselverwaltung Gran Canaria und der Regierung der Kanaren, durchgeführt vom Unternehmen Gesplan. Für Menschen ist die Art ungefährlich, für die endemische Tierwelt der Insel gilt sie als ernste Bedrohung, weil sie dort keine natürlichen Feinde hat.
Schlangen-Bekämpfung auf Gran Canaria mit 566 Fallen und Spürhunden
Der jährliche Notfallzeitraum wurde am 28. März ausgerufen. In dieser Phase umfasst das Programm 50 Mitarbeitende, darunter 40 zusätzlich eingestellte Verstärkungskräfte wie Vorarbeiter, Arbeiter, Hundeführer und Techniker. Derzeit stehen 566 aktive Fallen zur Erfassung der Tiere auf der Insel verteilt. Ergänzend kommen mehrere auf Schlangen spezialisierte Spürhunde zum Einsatz.
Sichtungen können Bürger montags bis sonntags von 7 bis 21 Uhr dem Bekämpfungsteam melden, beispielsweise über die Website. Ohne verschärftes Jagdprogramm würde die Verbreitung angesichts der Vermehrungsrate exponentiell ansteigen. Die Tiere sind vor rund 30 Jahren ausgesetzt worden und haben sich in Ermangelung von Fressfeinden ausbreiten können. Seither versucht die Insel-Verwaltung von Gran Canaria die Lage in den Griff zu bekommen.















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