17.555 Migranten sind bis zum 15. Dezember auf den Kanarischen Inseln gezählt worden. Die offiziellen Daten zeigen damit einen gegenläufigen Trend zu dem, was von rechtspopulistischen Parteien insbesondere über soziale Medien verbreitet wird.
Laut aktuellem Bericht des spanischen Innenministeriums kamen auf den Kanarischen Inseln demnach knapp 59,9 Prozent weniger illegale Einwanderer an, als im selben Zeitraum des Vorjahres. Damals wurden 43.737 Migranten gezählt.
Auch die Anzahl der Boote, mit denen sich die Migranten und Flüchtlinge auf den Weg in Richtung der Kanarischen Inseln begeben, sank entsprechend. 259 Boote bedeuteten ebenfalls eine Reduktion um knapp 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Bis Dezember 2024 waren 643 Boote gezählt worden.
Kanaren-Migration geht deutlich zurück
Bezogen auf die nationalen Werte zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab: 35.935 Menschen kamen an den Grenzen Spaniens an. Dabei wurde erneut der Seeweg am stärksten genutzt.
National betrachtet sank die Zahl der illegalen Einwanderer somit um 40,4 Prozent. Im Vorjahr waren laut Bericht des Innenministeriums 60.311 Menschen gezählt worden. Auf den Balearen kamen 7295 Personen an.
Ceuta und Melilla, die beiden spanischen Exklaven an der nordafrikanischen Grenze, nahmen im laufenden Jahr weitere 3723 Menschen auf. Das bedeutete eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.
Kanaren-Route bleibt gefährlichste der Welt
Die Kanarischen Inseln sind trotz des deutlichen Rückgangs weiterhin das beliebteste Ziel für Einwanderer aus Afrika. Die Inseln liegen nur wenige Hundert Kilometer vor der westafrikanische Küste. Damit gelten sie als vergleichsweise nah für Menschen aus dem Senegal, Mauretanien oder der Westsahara.
Trotz ihrer Nähe zu den Inseln gilt die Kanaren-Route weiterhin als die gefährlichste der Welt. Viele Boote kentern auf hoher See. Zudem gilt ein Verpassen der Inseln als sicheres Todesurteil. Die Dunkelziffer der Menschen, die sich auf den Weg begeben und die Inseln nie erreichen, gilt im Verhältnis zur Zahl Ankommender laut verschiedenen NGOs als ein Vielfaches höher.














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