Auf fünf Jahre Gefängnis und eine empfindliche Geldstrafe lautet das Urteil, das nun gegen den sogenannten Feuerteufel von Teneriffa Bestand hat. Auf der größten Insel der Kanaren haben die Justizbehörden die Verurteilung des Brandstifters von Los Realejos bestätigt.
Die Argumente, die die Verteidigung ins Feld geführt hatte, wies das Berufungsgericht zurück und hielt am ursprünglichen Spruch der Strafkammer Teneriffas fest. Zurück geht der Fall auf das Jahr 2021. Damals legte der Angeklagte ein Feuer, das in der geschützten Natur Teneriffas erhebliche Schäden anrichtete.
Wie die Ermittlungen zeigten, hatte der Mann den Brand absichtlich in einem Waldgebiet im Norden der Insel gelegt. Rund 2,5 Hektar Wald wurden dabei zerstört. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Gericht bestätigt Urteil gegen Brandstifter von Teneriffa
Der Angeklagte leide unter psychischen Problemen und habe das Feuer nicht vorsätzlich gelegt, so die Darstellung der Verteidigung. Das Gericht folgte dieser Linie nicht. Es sah genügend Beweise für eine vorsätzliche Handlung und lehnte die Berufung ab.
Vor dem Obersten Gerichtshof der Kanaren, dem TSJC, verwiesen die Richter darauf, welche Gefahr von Taten dieser Art ausgehe, und betonten, dass abschreckende Strafen nötig seien. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst ein höheres Strafmaß verlangt, doch das Gericht erachtete fünf Jahre Haft und die Geldstrafe für angemessen.
Insgesamt muss der Angeklagte 44.000 Euro zahlen. Davon sind 35.000 Euro für den Inselrat bestimmt, 4210 Euro für das Brandschutzkonsortium, 1600 für die Regierung der Kanarischen Inseln und 3600 Euro als Geldstrafe. Während des Prozesses zeigte der Mann keine Reue, was sich zusätzlich auf das Strafmaß auswirkte.
Abschreckendes Urteil nach Waldbrand auf Teneriffa gefordert
Bei Umweltschutzorganisationen stieß die Entscheidung des Gerichts auf Zustimmung. Deren Vertreter werteten den Richterspruch als wichtigen Schritt im Kampf gegen Umweltverbrechen und verlangten weitere Maßnahmen, um Brandstiftung vorzubeugen. Die Behörden ihrerseits kündigten an, die Überwachung von Waldgebieten auszuweiten.
In Los Realejos und der umliegenden Region reagierte die Bevölkerung erleichtert auf den Richterspruch. Über Jahre hatten zahlreiche gelegte Brände den Norden Teneriffas zuvor terrorisiert.
















Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.