Nach Jahren der Küche auf höchstem Niveau hat El Taller de Seve Diaz auf Teneriffa den ersten Michelin-Stern erkocht. Auch der Bezug zu lokalen Produkten brachte dem Küchenchef diese Auszeichnung ein. Jetzt wird die Regionalität weiter ausgebaut. Zusammen mit der Bodega Tajinaste sind vier eigene Weine entstanden. Und die Bindung könnte kaum enger sein.
El Taller liegt unscheinbar an der Calle San Felipe 32 in Puerto de la Cruz. Wer das kleine Restaurant nicht kennt, läuft Gefahr, zunächst an ihm vorbeizulaufen. Seve Diaz holte im November den elften Michelin-Stern nach Teneriffa und kündigte sogleich an: „Wir lernen weiter und wir träumen weiter.“
Einer dieser Träume ging für das kleine Restaurant nun in Erfüllung. Diaz sagt: „Wir wollten etwas schaffen, das von uns erzählt, davon, woher wir kommen, und auch davon, wer nach uns kommt.“ Das gelang auf gleich mehreren Ebenen:
El Taller gibt eigene Wein-Kollektion bekannt
„Wenn Menschen zusammenkommen, die gemeinsame Werte, Respekt vor dem Produkt und die Leidenschaft dafür teilen, Dinge gut zu machen, kann das Ergebnis nur etwas Besonderes sein“, sagt Diaz. Gemeint ist eine Wein-Kollektion, die mehrere Generationen der Familien des Gastronomen und der Bodega Tajinaste umfasst.
Mit Piero, Mina, Yayo und Mema wurden vier Weine aufgelegt, die ab sofort im Restaurant erhältlich sind. Ebenso wie die Reben stammen auch die Namen und sogar die Etiketten von Teneriffa. Die Namen haben einen Bezug zu den Familien beider Partner. Und die Etiketten gestaltete ein 18 Monate junges Kind.
„Freie, unvollkommene und ehrliche Striche auf einer Leinwand“, sagt Diaz dazu: „Wir haben sie digitalisiert, um daraus Etiketten zu machen, wobei wir die Spontaneität eines eineinhalbjährigen Kindes bewahrt haben.“ Der Küchenchef, der auf enge Bindung zu Natur und regionalen Produkten setzt, die zu großen Teilen auf der eigenen Finca im Norden Teneriffas angebaut werden, geht es beim Wein um die Verbindung der Generationen: „Es handelt von unsichtbarem Erbe, von Zuneigung und von Menschen, die uns prägen, ohne es selbst zu merken: den Großeltern.“
Für Diaz ist es „eine kleine Kollektion, die geschaffen wurde, um unseren Großeltern durch einige der repräsentativsten Rebsorten der Kanarischen Inseln Tribut zu zollen.“ Ausgeschenkt wird sie im Gastraum des Restaurants. Mina basiert auf Marmajuelo. Es ist eine eher seltene, kanarische Weißweinsorte. Mema stammt von der Malvasía Aromática und Piero ist ein Listán Blanco, der oxidativ reift. Alle drei Weine kosten bei Taller 52 Euro. Für Yayo werden 58 Euro fällig. Der Vijariego Tinto reift länger, unter anderem neun Monate in französischen Eichenfässern.
Die eigene Weinkollektion ist auch ein logischer nächster Schritt. Das Restaurant serviert bereits ein eigenes Bier. Wie es bei El Taller de Seve Diaz in Puerto de la Cruz auf Teneriffa aussieht und was dort noch serviert wird, zeigt unsere Fotostrecke:
















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