Eine FIFA-Delegation ist am Montag auf Gran Canaria eingetroffen. Dort wird die offizielle Inspektionsreise durch die spanischen Standorte für die Fußball-WM 2030 fortgesetzt. Die Vertreter des internationalen Verbands trafen sich mit dem Cabildo von Gran Canaria, um den geplanten Umbau des Estadio de Gran Canaria zu besprechen.
Beide Seiten gehen dabei erstmals konkreter auf die Modernisierung ein. Ziel ist es, das Stadion an die Anforderungen für die Fußball-WM 2030 anzupassen, die unter anderem in Spanien ausgetragen wird. Neben dem Stadion stehen laut Inselverwaltung auch rechtliche und sicherheitsrelevante Fragen auf der Tagesordnung.
Sportdezernent Aridany Romero sagte bei Radio Las Palmas, es gehe unter anderem um Änderungen kommunaler Verordnungen wegen kommerzieller FIFA-Vorgaben sowie um Mobilitäts- und Sicherheitspläne.
FIFA prüft Stadion und Infrastruktur auf Gran Canaria
Romero erklärte, die Insel habe ihre Vorarbeit bereits erledigt. Nun gehe es darum, welche Anforderungen die FIFA konkret an Gran Canaria stelle. Das Treffen war demnach schon länger geplant, hatte sich jedoch verzögert, da die FIFA zunächst Themen rund um die WM in den USA, Kanada und Mexiko bearbeitete.
Parallel läuft der Umbau des Hauptstadt-Stadions von Gran Canaria weiter. Derzeit wird der Südturm abgerissen. Diese Arbeiten müssen laut Romero noch vor Ende März abgeschlossen sein, da ein vertraglich festgelegter Termin dies vorschreibe.
Der Besuch macht deutlich, dass die Bewerbung Gran Canarias als Austragungsort nicht nur auf dem Papier voranschreitet. Es geht jetzt um die praktische Abstimmung mit der FIFA bei Stadionumbau, Verkehrsführung und Sicherheit.
FIFA-Delegation besucht alle spanischen WM-Standorte
Die Delegation hatte in der Vorwoche bereits Barcelona, Saragossa und Madrid besucht, auch Lissabon und Porto standen auf dem Programm. Nach Gran Canaria reist die Gruppe weiter durch Spanien: Am Dienstag folgt Sevilla, am Mittwoch Bilbao und am Donnerstag San Sebastián.
Die Inspektionsreise dient einem ersten Überblick über die Spielorte und deren Umbauvorhaben. Die FIFA prüft dabei nicht nur die Stadien selbst, sondern auch das notwendige Umfeld für eine Weltmeisterschaft auf den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland.
Gran Canaria als WM-Ausrichter 2030
Während Gran Canaria im FIFA-Programm bleibt, fällt ein anderer geplanter Standort weg: A Coruña wird wohl nicht Teil der WM 2030 sein. Die Stadt und der Club Deportivo wollen zwar die Zusammenarbeit für den Umbau von Riazor fortsetzen, nicht jedoch nach den Anforderungen an ein WM-Stadion.
Für die Insel ist das Treffen mit der FIFA ein wichtiger Zwischenschritt. Die Delegation kam nicht zu einem symbolischen Besuch, sondern für konkrete Gespräche über Vermarktung, kommunales Regelwerk, Mobilität und Sicherheit.
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FIFA-Delegation begutachtet Gran Canaria für WM 2030
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