Die Polizei von Las Palmas de Gran Canaria hat einen 39-Jährigen wegen des Verdachts der Tierquälerei mit Todesfolge angezeigt. Zwei tote Tiere wurden auf einem Grundstück neben seiner Wohnung entdeckt, weitere Hunde befreit.
Die Ermittlungen begannen im Viertel El Fondillo, nachdem Anwohner wiederholt meldeten, dass Hunde von einem Grundstück entflohen und auf der Straße aufgegriffen wurden. Bei der Inspektion des Grundstücks fanden Beamte der Umweltschutzgruppe die sterblichen Überreste eines Hundes und eines Vogels, die ohne Nahrung und Wasser zurückgelassen worden waren.
Nachbarn berichteten, dass die Tiere dem Hausbewohner gehörten, der vor Wochen das Anwesen verlassen habe, ohne für die Versorgung der Tiere zu sorgen. Konkrete Hinweise auf seinen Aufenthaltsort hatten sie nicht.
Tierquälerei auf Gran Canaria
Die toten Tiere wurden zur Feststellung der Todesursache obduziert. Monate später identifizierten die Behörden schließlich den Tierhalter bei seiner Rückkehr und führten eine erneute Inspektion mit der städtischen Gesundheitsbehörde durch.
Bei dieser zweiten Intervention befreite die Polizei neun lebende Hunde, die laut Polizeibericht unter katastrophalen hygienischen Bedingungen gehalten wurden.
Die Beamten der UMEC-Einheit leiteten ein Verfahren wegen zweifacher Tierquälerei durch Vernachlässigung ein, die zum Tod führte. Der 39 Jahre alte Verdächtige aus Las Palmas de Gran Canaria sieht sich nun mit einer möglichen Haftstrafe von bis zu zwei Jahren und einem Tierhaltungsverbot von bis zu vier Jahren konfrontiert.
Der Tierschutz in Spanien allgemein und damit auch auf den Kanaren ist im Oktober 2021 deutlich verschärft worden. Tiere gelten seither als Familienmitglieder. Damit werden sie juristisch aufgewertet und von einer Sache zum „fühlenden Wesen“. Vergehen wie Vernachlässigung oder das Aussetzen werden streng geahndet.















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Tierquälerei auf Gran Canaria: Polizei befreit neun Hunde
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