Gran Canaria spricht über Tierquälerei in Las Palmas, die Debatte um Räumungen im Hafen und die Zukunft der Aquakultur sowie weitere Entwicklungen. In unserer heutigen Tageszusammenfassung erfahren Sie, was das Inselgeschehen am Donnerstag bestimmt.
Tierquälerei in Las Palmas: Polizei befreite neun Hunde
Die Polizei hat in Las Palmas de Gran Canaria einen 39-Jährigen wegen Tierquälerei ins Visier genommen. Anwohner aus El Fondillo hatten zuvor wiederholt entlaufene Hunde gemeldet. Bei einer Kontrolle fanden Beamte der Umweltschutzgruppe die verwesten Körper eines Hundes und eines Vogels, die ohne Wasser und Futter zurückgelassen worden waren.
Monate später identifizierten die Behörden den Halter nach seiner Rückkehr und kontrollierten erneut mit der städtischen Gesundheitsbehörde. Dabei befreite die Polizei neun lebende Hunde aus katastrophalen hygienischen Zuständen. Die UMEC leitete ein Verfahren wegen zweifacher Tierquälerei mit Todesfolge ein, es drohten bis zu zwei Jahre Haft und ein Tierhaltungsverbot von maximal vier Jahren.
Hafen von Las Palmas: Räumung einer 71-Jährigen löst Kritik aus
Aktivisten haben die Räumung der 71-jährigen Margarita im Hafen von Las Palmas als institutionelle Gewalt kritisiert. Die Gruppe „Mi barco, mi casa“ erklärte, das Boot sei Margaritas Zuhause gewesen und die Durchsetzung der Räumung habe die Betroffene ohne erkennbare Alternativen in Isolation gedrängt. Sie verwies dabei auf rund 200 Bewohner, die von Räumungen bedroht seien.
Die Gruppe stellt den Vorgang als Konflikt zwischen Hafenordnung und Menschenrechten dar und verweist auf das Recht auf angemessenes Wohnen aus dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Sie kritisiert zudem, Betroffene hätten in Wohnfragen oft keinen wirksamen, rechtzeitigen Zugang zur Justiz, um Entscheidungen anzufechten.
Aquakultur auf Gran Canaria: Ausbaupläne und Umweltdebatten
Gran Canaria hat seine Führungsrolle in der Aquakultur auf den Kanaren unterstrichen. Der Bericht zeichnet die Entwicklung seit den 1980er-Jahren nach und nennt die offene Meereszucht als Schwerpunkt. Demnach erzeuge die Insel mehr als 65 Prozent der regionalen Aquakulturproduktion, vor allem Seebarsch.
Genannt wurden die Unternehmen Aquanaria mit Anlagen in Melenara und Castillo del Romeral sowie Canexmar mit einer Anlage in Tufia. Erste planen eine Ausweitung auf 9150 Tonnen pro Jahr und Investitionen von mehr als 41 Millionen Euro, inklusive Landanlagen für Jungfische. Zugleich verweist der Text auf Kontroversen um Umweltprobleme wie Fischsterben und fordert die Klärung von Ursachen sowie eine bessere Standortplanung.
UD Las Palmas: Präsident Ramírez beeinflusst Fans
Miguel Ángel Ramírez hat in einer TV-Sendung für eine nationalistische Wahlentscheidung geworben. Der Präsident des Fußballklubs Unión Deportiva Las Palmas sagte bei „Gente Maravillosa“ auf Televisión Canaria, eine starke Vertretung in Madrid sichere Interessen der Inselbewohner. Er stellte dabei die Coalición Canaria als beste Option dar.
Ramírez erinnerte an Infrastrukturprojekte nach der Transition und führte sie auf damalige Abgeordnete der Coalición Canaria zurück. Er sprach von den Kanarios als „erobertem Volk“ und forderte mehr Gleichheit mit Städten auf dem Festland, ohne konkret zu benennen, welche Rechte verloren gegangen seien. Zudem kritisierte er extremistische Optionen wie bei Vox. Die Coalición Canaria kooperiert in drei Gemeinden mit der kritisierten Vox-Partei.
UD Las Palmas: Marc Cardona beendete sein Kapitel beim Club
Derweil hat Marc Cardona den Verein verlassen und den Abschied offiziell gemacht. Der Klub bestätigte das Ende der Zeit des Stürmers und würdigte seinen Beitrag zu wichtigen Erfolgen. Darin wird Cardona als konstanter Leistungsträger beschrieben, der in entscheidenden Spielen Akzente setzte.















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Hafen-Räumung, Tierquälerei und UD Las Palmas: Der Tag auf Gran Canaria
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