Bis zu 470.000 Euro bieten chinesische Investoren für Wohnungen auf den Kanaren. So steht es in mit künstlicher Intelligenz erzeugten Internet-Anzeigen. China möchte in den Wohnungsmarkt der Kanarischen Inseln einsteigen – und lockt mit Geld.
Zwei- und Dreiraum-Wohnungen stehen auf dem Wunschzettel der neu gegründeten Immobilien-Agentur. Gesucht wird im ersten Schritt im Ballungsgebiet von Teneriffa, bestehend aus La Laguna und Santa Cruz.
Die Werbekampagne wird vornehmlich in sozialen Medien ausgespielt. Das Ziel ist „Fast Hogar“, ein Immobilien-Portal, das Anbieter und Nachfragende zusammenbringt. Laut Plattform handle es sich um eine chinesische Familie mit beträchtlichem Vermögen, das zum Teil auf den Kanaren investiert werden soll. Dass ausgerechnet dieses Portal genutzt wird, ist dabei kein Zufall:
Chinesen wollen Immobilien auf den Kanaren kaufen
Im Vergleich zu gängigen Plattformen zum Kauf und Verkauf von Immobilien auf den Kanaren können beim gewählten Portal Käufer und Verkäufer anonymer agieren. Es bringt Anbieter und Nachfragenden zusammen, ohne, dass dies öffentlich stärker einsehbar ist als rechtlich nötig.
Immobilien gelten auf den Kanarischen Inseln als guter Schutz gegen die aktuelle Inflation. Der Wert der Objekte ist in der Vergangenheit drastisch gestiegen. Zudem winken Dividenden von bis zu sechs Prozent – je nach Lage und Ausstattung, berichten Makler auf den Inseln.
Chinesische Investoren nicht nur auf den Kanaren aktiv
Über Madrid haben die Investoren aus Fernost bis auf die Kanarischen Inseln gefunden. In Spaniens Hauptstadt wurden schon vor Jahren erste Objekte gekauft. Der Standort war kein Zufall: Mehr als die Hälfte aller chinesischen Unternehmen mit Sitz Spanien sind in Madrid gemeldet.
Neben Santa Cruz und La Laguna auf Teneriffa haben die Investoren auch in Saragossa mit der Suche nach Mietobjekten zum Kauf begonnen. Auch dieser Standort wurde gezielt gewählt: Nahe der Provinzhauptstadt von Aragonien ist ein Batterie-Werk für Elektroautos geplant, das ebenfalls in chinesischer Hand ist.
Die Suche auf den Kanaren – und dort ausgerechnet rund um die Hauptstadt Santa Cruz – dürfte mit dem dortigen Hafen zusammenhängen. Unternehmen, die mit dem chinesischen Staat in Verbindung stehen, investieren zunehmend in strategisch wichtige Häfen auf der ganzen Welt. Die Werften und Docks der Kanarischen Inseln werden durch ihre Lage zwischen Asien, Amerika, Afrika und Europa und als solche eingestuft.
Für chinesische Unternehmen hat der Hafen von Gran Canaria sogar eine strategisch größere Bedeutung, da dort bereits Kräne übernommen wurden. Immobilienexperten rechnen daher damit, dass Teneriffa für die Investoren aus Fernost nur der Startpunkt einer längeren Einkaufsreise auf den Kanaren sein wird.
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Leserkommentare zu:
China will in Wohnungsmarkt der Kanaren einsteigen – und lockt mit Geld
Schauen wir uns im Süden Teneriffas um: Immer mehr kanarische Restaurants und Bars behalten ihre ursprünglichen Namen, aber Besitzer und Personal sind Chinesen.
Es hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, diese Lokale zu boykottieren, denn hier wird eine Mogelpackung präsentiert und der Tourist/Kunde für dumm verkauft.
Also, bitte einen Bogen um diese Lokale machen, denn besitznehmende Chinesen verschwinden sofort, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt. Es sei denn, es handelt sich um eine „Geldwaschanlage“, aber darum sollten sich Staat und Justiz kümmern.
Mit dem Einstieg der Chinesen als sehr potente Investoren wird der endgültige Ausverkauf der Kanaren und letztlich die „stille Occupation“ durch China besiegelt. Einheimische und „normale“ Privatleute, die auf die Kanaren ziehen möchten, haben keine Chance mehr bei der zu erwartenden Preisspirale. Hier ist die Politik gefordert, um dem drohenden kulturellen Untergang der folgenden Generationen entgegenzuwirken. Abwarten und „den Markt arbeiten“ lassen, bedeutet Resignation zugunsten jetziger (alter) kanarischer Besitzer von Gebäuden und Grundstücken: ohne Rücksicht auf die folgenden Generationen. Siehe auch die schmerzlichen Erfahrungen auf Sylt oder Mallorca.
Jürgen Ramisch, Lübbecke
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