Bei der Antikorruptions-Staatsanwaltschaft ist der Rücktritt verschiedener Beamter gefordert worden. Zudem gerät die Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria unter Druck. Die Partido Popular verlangt von Carolina Darias sofortige Erklärungen und Konsequenzen im Fall der Sociedad de Promoción. Es geht um dem Vorwurf des möglichen Amtsmissbrauchs und unerlaubter Verhandlungen durch Beamte.
Jimena Delgado, Sprecherin der Partido Popular im Stadtrat von Las Palmas de Gran Canaria, forderte den Rücktritt der aktuellen Geschäftsführerin der Sociedad de Promoción, María Elena Rodríguez. Auch sollen die ehemaligen Kulturstadträtin Encarna Galván aus dem Amt entfernt werden. Galván hat derzeit eine Führungsposition im Cabildo von Gran Canaria inne.
Die Klage der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen vier Personen, darunter Encarna Galván, der ehemalige Geschäftsführer Agustín Díaz, die derzeitige Geschäftsführerin María Elena Rodríguez und die Unternehmerin Natalia Medina Santana. Die Partido Popular betont, dass die Maßnahmen der Staatsanwaltschaft die Schwere der Vorwürfe unterstreichen und politische Verantwortung erfordern.
Politische Spannungen in der Hauptstadt von Gran Canaria
Delgado kritisierte, dass die Bürgermeisterin die Vorwürfe des Partido Popular zuvor als politische Verfolgung abgetan hatte. Die Einschaltung der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft entkräfte laut Delgado dieses Argument und verlagere die Verantwortung auf die institutionelle und kommunale Verwaltungsebene.
Die Partido Popular hatte bereits vor der Einschaltung der Staatsanwaltschaft Warnungen und Klärungsanfragen innerhalb der internen Organe der Sociedad de Promoción und im Stadtrat gestellt. Delgado macht Carolina Darias direkt verantwortlich, keine Maßnahmen ergriffen zu haben, obwohl sie über die gemeldeten Unregelmäßigkeiten informiert war.
Las Palmas de Gran Canaria: Rücktritte und Aufklärung gefordert
Die Partido Popular sieht die Klage in einem größeren Kontext gerichtlicher Verfahren gegen städtische Unternehmen, darunter Geursa und den Wettbewerb um den Paseo del Guiniguada. Diese Fälle zeigten laut Partei strukturelle Probleme in der kommunalen Verwaltung.
Delgado erinnerte an kürzlich erfolgte Rücktritte im Stadtrat, wie den des Stadtrats Adrián Santana im September 2024 und den Rücktritt von Inmaculada Medina nach ihrer Anklage im auf den Kanaren allgegenwärtigen Korruptionsfall rund um Schutzmasken. Dies zeige eine Verwaltung, die von gerichtlichen Entscheidungen beeinflusst werde.
Der Partido Popular fordert, dass die derzeitige Geschäftsführerin der Sociedad de Promoción ihr Amt niederlegt, bis die Vorfälle geklärt sind, und dass Encarna Galván als hochrangige Funktionärin des Cabildo von Gran Canaria entlassen wird. Die Partei betont, dass sie diese Forderungen im Respekt vor der Unschuldsvermutung erhebt, aber die politische Verantwortung sofortige Entscheidungen erfordere.
Der Opposition agiert die amtierende Bürgermeisterin zu langsam. Derweil reagierte Darias am Freitag, indem sie ihre volle Unterstützung für Galván bekundete.















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Korruption? Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria unter Druck
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