Auslöser Lanzarote: Kanaren starten Corona-Warnstufe vier


Die Kanarischen Inseln verschärfen die Corona-Maßnahmen erneut. Dafür wird eine zusätzliche Warnstufe eingeführt. Sie sieht die bisher strengsten Maßnahmen vor. Zum Start werden zwei Inseln damit belegt.

Lesedauer: 2 Min.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat für Lanzarote und La Graciosa eine neue Corona-Warnstufe generiert. Zwar sinkt die kumulative Inzidenz (CI) langsam, dennoch bleiben die Fallzahlen auf Lanzarote weiter deutlich zu hoch. La Graciosa wird in der Corona-Pandemie zur Nachbarinsel gezählt und muss die Beschränkungen entsprechend mit tragen.

Durch die neue Staffelung gibt es nun vier Corona-Warnstufen, mit denen einzelne Inseln belegt werden können. Dabei ist Stufe vier die strengste Variante. Sie sieht vor, dass alle nicht wesentlichen Geschäfte bereits um 18 Uhr schließen müssen. Ausnahmen gibt es nur für notwendige Angebote, wie beispielsweise Apotheken.

Außerdem soll auf Inseln, die in Stufe vier geschickt werden, die Ausgangssperre der dritten Warnstufe übernommen werden. Damit gilt die Sperrstunde von 22 bis 6 Uhr. Bei Zusammenkünften wird die Regelung hingegen strenger: Es dürfen sich nur noch maximal zwei Personen treffen.

„Corona auf Lanzarote: „Die Aussichten sind besorgniserregend“

„Auf Lanzarote wird es nur wenige Dinge geben, die man auf der Straße unternehmen kann“, sagte der kanarische Regierungssprecher Julio Pérez und fügte an, dass „die Aussichten besorgniserregend sind“. Die Maßnahmen dienten dazu, den zwischenmenschlichen Kontakt deutlich einzuschränken. Dies sei nötig, um das Corona-Virus auf der Insel in den Griff zu bekommen.

Zuvor war die Infektionskurve auf Lanzarote „wie eine grade Linie“ angestiegen, sagte Pérez weiter. Tatsächlich hatte Lanzarote mit mehr als 400 die höchste, bisher auf den Kanaren gemessene Inzidenz aufgewiesen. Die Kurve sank zuletzt auf rund 360, was zwar bereits einen ersten Erfolg darstellt, jedoch weiterhin deutlich zu hoch ist. Zum Vergleich: Der Schwellwert für Reisewarnungen liegt in Europa normalerweise bei einer Inzidenz von 50.

Dennoch räumte Pérez ein, dass die nun beschlossenen Maßnahmen strenger seien als die anderer Regionen mit deutlich schlechteren Vorzeichen. Doch diese werden auch nicht als Vorbild herangezogen. „Seit April haben wir vorausschauende Maßnahmen ergriffen“, sagte der Regierungssprecher. Als Beispiel fügte er die Eindämmung der ersten Welle auf Teneriffa an.

Das sind die Corona-Warnstufen der einzelnen Kanaren-Inseln

In der neuen Bewertung wird El Hierro in Stufe zwei einsortiert. Damit gilt dort bereits ab 23 Uhr eine Ausgangssperre. Teneriffa und Fuerteventura verbleiben in dieser Stufe. Gran Canaria bleibt zudem in der zuvor höchsten Warnstufe drei. La Gomera und La Palma bleiben ebenfalls konstant. Sie stehen weiterhin in Stufe eins.

Was genau in welcher Stufe erlaubt ist und was verboten wird, lesen Sie in unserem separaten Beitrag dazu. Diesen finden Sie über den nachfolgenden Link:

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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