Die Warnstufen für alle Kanaren-Inseln: Wichtige Infos für Touristen und Einheimische


Sechs der acht Kanarischen Inseln zahlen nun den Preis der zuletzt immer stärker ansteigenden Corona-Fälle. Sie alle wurden in andere Warnstufen zurückversetzt. Teneriffa ist die erste Insel, die wieder die vierte und letzte Stufe erreicht. Das sind die Ge- und Verbote für alle Kanarischen Inseln.

Lesedauer: 6 Min.

Mit einige Tagen Abstand sind die neuen Regeln für die Kanarischen Inseln in Kraft getreten. Das vierstufige Ampel-System greift dabei erstmals wieder in all seinen Facetten. Aufgrund von Teneriffas Rückstufung befindet sich nun erstmals wieder in jeder Stufe mindestens eine Insel. Das müssen Sie wissen.

Reisen zwischen den Kanarischen Inseln

Für El Hierro ändert sich bei der Zuordnung in die einzelnen Warnstufen vorerst nichts. Die Insel verbleibt im „Grünen Bereich“. Anders sieht das für alle anderen Inseln aus. Für Lanzarote, La Gomera und La Graciosa ging es abwärts in Stufe zwei (gelbe Ampel). Gran Canaria und La Palma wurden unterdessen in die dritte (rote) Warnstufe zurückversetzt, wo bereits Fuerteventura geführt wird. Teneriffa erreichte zudem die dunkle vierte Warnstufe. Was das für Touristen und Einheimische bedeutet, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Die Reisefreiheit zwischen den Inseln bleibt bestehen. Allerdings verlangen die Behörden bei Anreise von anderen Punkten Spaniens oder aus Drittländern einen negativen Antigen- oder PCR-Test.

Ein negativer Corona-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Befreit von der Vorlage eines Tests sind hingegen Personen, die vollständig geimpft sind oder in den vergangenen Monaten eine Corona-Erkrankung überstanden haben und dies amtlich nachweisen können. Zudem wird bei der Einreise aus anderen Ländern weiterhin der QR-Code benötigt, der beispielsweise in der „Spain Health Travel“-App oder auf der zugehörigen Website (hier) generiert werden kann.

Ausgangssperre auf den Kanaren

Klassische Ausgangssperren gab es zuletzt auf den Kanarischen Inseln nicht mehr. Die regionale Regierung hatte mit einem entsprechenden Dekret vor dem Obersten Gerichtshof der Kanaren verloren. Die aktuellen Zahlen Teneriffas hatten die Politik jedoch zu einem erneuten Vorstoß bewogen. Doch auch die Berufung wurde nun final abgelehnt.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 1

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum zehn Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr als zehn Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch die maximale Zahl von zehn Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls zehn Personen im Außenbereich. Im Inneren sinkt sie auf sechs Personen beziehungsweise vier an der Bar. Ab 2 Uhr morgens gilt eine Sperrstunde bis morgens um 6 Uhr. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 75 Prozent. Die Außenbereiche dürfen voll besetzt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren um mögliche Nachverfolgungen anstellen zu können.

Für Bars und Nachtclubs gilt ein Tanzverbot. Die Kapazitäten entsprechen ansonsten denen der übrigen Gastronomie. Gesang ist mit Maske erlaubt. Allerdings muss das Mikrofon nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 75 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz.

Beim Sport muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Personen im Profi- sowie zehn Personen im Amateur-Bereich. Mannschaftssport ist erlaubt. Die Kapazitäten der Sportstätten im Innenbereich sind jedoch auf 75 Prozent begrenzt. Außenbereiche dürfen komplett ausgelastet werden.

Großveranstaltungen sind mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 750 Personen ohne vorherige Genehmigung erlaubt. Größere Zusammenkünfte müssen hingegen genehmigt werden. Kongresse und Messen dürfen mit maximal 75 Prozent der eigentlichen Belegung durchgeführt werden.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 2

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum sechs Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch die maximale Zahl von sechs Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls sechs Personen im Außenbereich. Im Inneren sinkt sie auf vier Personen beziehungsweise zwei an der Bar. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 50 Prozent. Die Außenbereiche dürfen mit 75 Prozent besetzt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren um mögliche Nachverfolgungen anstellen zu können.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 50 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz.

Beim Sport muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Die maximale Gruppengröße beträgt 25 Personen im Profi- sowie sechs Personen im Amateur-Bereich. Mannschaftssport ist nur dann erlaubt, wenn ein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen dauerhaft gegeben ist. Die Kapazitäten der Sportstätten im Innenbereich sind auf 50 Prozent begrenzt. Außenbereiche dürfen zu 75 Prozent ausgelastet werden.

Großveranstaltungen sind mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 750 Personen ohne vorherige Genehmigung des SCS erlaubt, wenn die Anlage nur zu 50 Prozent ausgenutzt wird. Der Veranstaltungsort muss entsprechend für mindestens 1500 Personen zugelassen sein.

Kongresse und Messen dürfen mit maximal 50 Prozent der eigentlichen Belegung durchgeführt werden.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern wird eingeschränkt. Das Personal ist für die Überwachung zuständig.

Der öffentliche Personennahverkehr wird auf 50 Prozent der eigentlichen Kapazität reduziert. Diese Beschränkung soll insbesondere zu den Stoßzeiten überwacht werden. Unnötige Fahren sollen ganz vermieden werden.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 3

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum vier Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch die maximale Zahl von vier Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls vier Personen. Die maximale Auslastung beträgt in den Außenbereichen 50 Prozent. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 33 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz.

Beim Sport muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Die maximale Gruppengröße in Fitnessstudios beträgt ebenfalls ein Drittel der eigentlichen Kapazität. Mannschaftssport ist nur dann erlaubt, wenn ein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen dauerhaft gegeben ist. Zuschauer werden nicht zugelassen.

Kongresse und Messen dürfen nicht durchgeführt werden.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ist untersagt. Das Personal ist für die Überwachung zuständig.

Der öffentliche Personennahverkehr wird auf 50 Prozent der eigentlichen Kapazität reduziert. Diese Beschränkung soll insbesondere zu den Stoßzeiten überwacht werden. Unnötige Fahren sollen ganz vermieden werden.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 4

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum zwei Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie wurde hingegen erweitert. Dort gelten die Bestimmungen aus Stufe zwei. Die maximale Auslastung beträgt dann ebenfalls wie dort 50 Prozent. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt. Die zuvor auf 18 Uhr festgelegte Sperrstunde wurde aufgehoben, womit sich die aus der dritten Warnstufe vererbt: Geschlossen wird entsprechend um Mitternacht.

In Alarmstufe vier gilt jedoch eine Nachweispflicht, getestet, geimpft oder genesen zu sein. Alle Personen ab 18 Jahren müssen diesen Nachweis erbringen. Andernfalls wird ihnen der Zugang zur Gastronomie verwehrt.

Am Arbeitsplatz ist Präsenz weitgehend untersagt. Wo immer es möglich ist, soll im Homeoffice gearbeitet werden.

Sport ist nur im Freien und auch nur allein erlaubt. Mannschaftssport ist nur im Profibereich und auch nur unter Auflagen gestattet.

Kongresse und Messen dürfen nicht durchgeführt werden.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ist untersagt. Ausnahmen gelten nur beim Besuch von Minderjährigen oder Schwangeren. Das Personal ist für die Überwachung zuständig.

Casinos und Wettanbieter müssen ihre Räumlichkeiten geschlossen halten.

Politik bittet um Mithilfe

Gesundheitsminister Blas Trujillo bat alle Anwohner und Besucher, die neuen Regeln zu akzeptieren. Die weiter steigenden Zahlen machen die Beschränkungen nötig, hieß es bei der Präsentation. Die Kanarischen Inseln verzeichnen seit Anfang Juni steigende Zahlen.

Die fünfte Corona-Welle betrifft zunehmend jüngere Menschen. Die Inzidenz über alle Inseln hinweg ist inzwischen die höchste seit Ausbruch der Pandemie.

Lesen Sie jetzt:

Mehr aktuelle Nachrichten finden Sie jetzt hier.

Nicht verpassen:
Bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter und bleiben Sie stets up to date!


Über den Text

Die Warnstufen für alle Kanaren-Inseln: Wichtige Infos für Touristen und Einheimische

wurde veröffentlicht in: Aktuelles, El Hierro, Fuerteventura, Gran Canaria, Kanaren, La Gomera, La Graciosa, La Palma, Lanzarote, Teneriffa, Teneriffa Nord, Teneriffa Süd

Beitrag teilen:
Über den Autor

Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

Leserkommentare

Als Abonnent können Sie unsere Beiträge kommentieren. Hier finden Sie unsere Abos. Wenn Sie bereits Abonnent sind, können Sie sich hier einloggen.