Ausländer kaufen deutlich weniger Immobilien auf den Kanarischen Inseln. Im zweiten Halbjahr 2025 ist der Markt um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Diese Entwicklung fällt in einen Zeitraum des generellen Rückgangs von 4,4 Prozent im gesamten spanischen Markt zusammen, wie der Consejo General del Notariado berichtet.
Besonders stark betroffen sind Verkäufe an nicht ansässige Ausländer, die um 15,1 Prozent zurückgingen. Das Ende des sogenannten „Golden Visums“ und Steueränderungen für Nicht-EU-Bürger beeinflussen diese Entwicklung. Ausländer mit Wohnsitz in Spanien sorgten zuletzt für knapp zwei von drei Transaktionen.
Regional zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede: Während neun autonome Gemeinschaften Zuwächse verzeichneten, erlebten acht Regionen Rückgänge. Dazu gehörten die Kanaren mit einem Minus von 10,8 Prozent. Auf die Inseln entfielen dennoch weiterhin 7,4 Prozent aller Käufe in Spanien.
Kanaren: Immobilienpreise steigen trotz Kaufrückgangs
Der Preis für von Ausländern erworbene Immobilien stieg trotz der leichten Entspannung am Markt um fünf Prozent auf durchschnittlich 2479 Euro pro Quadratmeter. Nichtansässige Käufer zahlten sogar 3242 Euro pro Quadratmeter. Ansässige Ausländer zahlten 1963 Euro, Spanier durchschnittlich 1839 Euro pro Quadratmeter.
Gleichzeitig stieg die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich, Marokko und Deutschland. Briten führen derzeit mit 7,8 Prozent des Gesamtvolumens, Deutsche folgen mit 6,5 Prozent.
Immobilienpreise und Mieten auf den Kanaren verdrängen Einheimische
Laut der Vereinigung der Notare wurden in fast ganz Spanien Preissteigerungen verzeichnet. Damit folgt der Markt auch auf den Kanarischen Inseln vorerst trotz weniger Verkäufen weiter einem Wachstumskurs.
Auf den Kanaren gab es zuletzt wiederholt Demonstrationen. Insbesondere in stark touristischen Regionen sind die Immobilienpreise und Mieten deutlich gestiegen. Viele Anwohner werden aufs Land verdrängt, Arbeiter schlafen zunehmend häufiger in Wohnmobilen nahe ihrer Arbeitsstätten.















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Kanaren melden weniger Immobilienverkäufe ins Ausland – Preise steigen
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