Die Kanarischen Inseln haben 2025 mit der zweithöchsten Beschäftigungsrate ihrer Geschichte abgeschlossen. Zugleich sehen Wirtschaftsverbände die Produktivität deutlich zu niedrig.
Offizielle Zahlen vom Dezember zeigen, dass die Zahl der Arbeitsuchenden auf den Kanaren auf 146.293 gesunken ist. Das entspricht einem Rückgang um 10.051 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Damit haben die Kanaren ihre Arbeitslosenquote um 6,43 Prozent gesenkt.
Jéssica de León, Tourismus- und Arbeitsministerin der Kanarischen Inseln, sagte, dass der zweitbeste Wert bei der Arbeitslosigkeit in der jüngeren Geschichte der Kanaren erreicht wurde. Die Ministerin hob hervor, dass die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt alle Altersgruppen und Wirtschaftszweige betreffe. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit und die Langzeitarbeitslosigkeit seien auf ein Rekordtief gefallen.
Kanaren senken Arbeitslosigkeit – Produktivität bleibt zu niedrig
Im Dezember wurden 58.449 Verträge abgeschlossen, von denen mehr als 37 Prozent unbefristet waren. Besonders stark sank die Arbeitslosigkeit in den Sektoren Bau, Industrie und Landwirtschaft sowie branchenübergreifend bei Personen ohne vorherige Beschäftigung.
Die Unternehmervereinigung der westlichen Kanaren-Inseln, CEOE Tenerife, äußerte sich zurückhaltender zu den Zahlen. Von dort heißt es, dass der monatliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im Dezember begrenzt war und eher durch saisonale Anpassungen als durch nachhaltige Beschäftigungsschaffung geprägt gewesen sei.
Die Organisation warnte, dass die Zunahme der Sozialversicherungsanmeldungen nicht immer zu einem entsprechenden Rückgang der Arbeitslosigkeit oder einer effektiven Produktivitätssteigerung führe.
Laut CEOE Tenerife bestünden trotz des jährlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit strukturelle Ungleichgewichte im kanarischen Arbeitsmarkt. Diese beeinträchtigten die Fähigkeit zur Schaffung nachhaltiger Beschäftigung. Dazu zählen laut CEOE bestimmte Vertragsarten und steigende Kosten, die Unternehmen an der Schaffung weiterer und stabiler Arbeitsplätze hindern würden.
Ähnlich reagierte auch die Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife. Demnach sei die Produktivität die Hauptaufgabe des kanarischen Arbeitsmarkts für 2026. Präsident Santiago Sesé sagte, dass es nicht nur darum gehe, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern deren Qualität zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts zu stärken, insbesondere in einem stabilen Beschäftigungsumfeld.
Herausforderungen für Kanaren-Arbeitsmarkt in 2026
Die Handelskammer betonte den im Vergleich zu den nationalen Daten stärkeren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Auch dort wird positiv auf die Sozialversicherungsanmeldungen zum Jahresende geblickt, die mehr als 967.000 Personen überschritten. Dennoch heißt es, dass Ausbildung, berufliche Qualifikation und Anpassung an technologische Veränderungen gestärkt werden müssen, um das Wirtschaftswachstum mittelfristig zu sichern.
Alle drei Perspektiven stimmen darin überein, dass der kanarische Arbeitsmarkt 2025 positiv verlief. Herausforderungen bestehen jedoch in Bezug auf Produktivität, Beschäftigungsstruktur und die Fähigkeit der Unternehmen, das Tempo der Arbeitsplatzschaffung im neuen Jahr zu halten.















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Kanaren senken Arbeitslosigkeit, doch die Produktivität stimmt nicht
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