Der Basketball-Verband auf den Kanaren hat ein Exempel statuiert. Wegen grob unsportlichen Verhaltens ist ein Spieler zu drei Jahren Sperre verurteilt worden. Dazu kommt eine saftige Geldstrafe.
1440 Euro muss Gonzalo Guerra Lozano, Spieler der Corralejo Basketball Los Toscones, bezahlen. Der Grund war eine Attacke bei einem Drittligaspiel am 14. Februar gegen den Schiedsrichter.
Im Spiel gegen Probasket Fuenlabrada zeigte sich Guerra Lozano unzufrieden mit einer Entscheidung des Unparteiischen. Als der sich bereits in Richtung der anderen Spielfeldhälfte bewegte, griff Guerra Lozano ihn an. Es folgten weitere Angriffe, die der Verband nun sühnte.
Attacke auf Basketball-Schiedsrichter erschüttert die Kanaren
Der spanische Basketballverband gab eine Erklärung aus, die die Attacke erneut verurteilte und die ausgesprochene Sperre in Relation setzte. Dort heißt es, dass „der genannte lokale Spieler den Schiedsrichter nach einem persönlichen Foul von hinten attackierte“. Anschließend sei „dessen Wehrlosigkeit auf dem Boden“ ausgenutzt worden, um ihn erneut anzugreifen.
In diesem Verhalten erkannte der Verband eine besondere Schwere der Schuld. Doch damit war der Angriff noch immer nicht beendet. Denn nachdem der Unparteiische trotz des Tritts wieder aufstehen konnte, setzte Guerra Lozano ein drittes Mal an. Diesmal beleidigte er den Schiedsrichter verbal aufs Übelste. Nur durch das Eingreifen einiger Mitspieler kam es nicht zu einer dritten körperlichen Attacke.
Kanaren: Basketball-Verband setzt Zeichen
Auch ein Zuschauer stürmte auf den Schiedsrichter los und beleidigte ihn. In der Folge kam es zu einer Rudelbildung, in der schließlich andere Spieler und Betreuer zu schlichten versuchten.
Der Schiedsrichter schreib nach dem Spiel einen umfassenden Bericht zu den Ereignissen. Dieser deckt sich mit Bildern einer Videokamera, die das Spiel aufzeichnete. Im Anschluss daran begab sich der Unparteiische in medizinische Behandlung.
Der nun verurteilte Spieler ist Sohne eines Funktionärs von Toscones Corralejo. Der Vater hatte nach dem Vorfall zu beschwichtigen versucht. Der Verband zeigte sich davon unbeeindruckt und sanktionierte das grob unsportliche Verhalten deutlich.
In den vergangenen Jahren waren bereits mehrfach Schiedsrichter attackiert worden. Mit diesem Urteil soll auch ein Zeichen für deren Schutz gesetzt werden.
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