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Sonntag, 21. Juni 2026
Kanaren

Wieder Ärztestreik auf den Kanaren: Zwei Streiktage im Juni und Juli

Erneut könnte die medizinische Versorgung auf den Kanaren eingeschränkt werden. Die Gewerkschaft hat ganztägige Ärztestreiks angekündigt und fordert Verhandlungen über Dienstzeiten und Gehälter.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Gewerkschaft UGT hat für Juni und Juli zwei jeweils 24-stündige Ärztestreiks im kanarischen Gesundheitsdienst ausgerufen.
  • Die Ärzte fordern ein einheitliches Dienstplan-Handbuch, kürzere Dienstzeiten und längere Ruhezeiten nach bis zu 48-stündigen Schichten.
  • UGT verlangt zudem höhere Gehälter und droht mit weiteren Streiks, falls die Regierung der Kanaren nicht verhandelt.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Gewerkschaft UGT-Servicios Públicos hat für Juni und Juli zwei jeweils 24-stündige Ärztestreiks im kanarischen Gesundheitsdienst (SCS) ausgerufen. Generalsekretär Francisco Javier Bautista Yanes kündigte die Ausstände am Montag auf einer Pressekonferenz an. Betroffen sind alle öffentlichen Gesundheitszentren auf den Kanaren.

Mit der Mobilisierung wolle UGT nach Bautistas Worten den Ärzten auf den Inseln „Licht am Ende des Tunnels“ bringen. Die Gewerkschaft fordert den SCS und die Gesundheitsverwaltung auf, mit den Gewerkschaften der Mesa Sectorial de Sanidad zu verhandeln. Außerdem verlangt sie ein dringendes Treffen zur Klärung der Arbeitsbedingungen. Ein Großteil der Forderungen falle in die Zuständigkeit der Regierung der Kanaren und nicht des spanischen Gesundheitsministeriums.

UGT verweist darauf, dass jede Vereinbarung über Arbeitnehmerverbesserungen durch die Mesa Sectorial de Sanidad laufen und von rechtlich vertretungsberechtigten Gewerkschaften ratifiziert werden müsse. Mehrere Berufsverbände hätten laut Bautista Yanes keine ausreichende Vertretung in den offiziellen Gremien – ihre Rolle zog er in Zweifel. Als Beispiel führte er die Confederación Estatal de Sindicatos Médicos (CESM) an, der ein Sitz in der Mesa Sectorial fehlt. Welche konkreten Arbeitsbedingungen die Gewerkschaft ändern will, legte sie anschließend dar.

Ärztestreik auf den Kanaren richtet sich gegen lange Dienstzeiten

Dácil García, Verantwortliche des Ärzteverbands von UGT, kritisierte, dass die Arbeitsbedingungen bei Ärztediensten derzeit je nach Abteilung oder Verwaltungseinheit variierten und dadurch Ungleichheiten zwischen Ärzten mit ähnlichen Aufgaben entstünden. Die Gewerkschaft fordert ein einheitliches Dienstplan-Handbuch für alle Gesundheitseinrichtungen der Kanaren, das Gleichbehandlung und verbesserte Ruhezeiten nach den Diensten garantieren soll. Nach Angaben von UGT gibt es Ärzte, die bis zu 48 aufeinanderfolgende Stunden arbeiten und danach nur 24 Stunden Ruhe haben.

Weiter verlangt die Gewerkschaft bessere materielle Bedingungen während der Dienste, darunter angemessene Räume zum Schlafen und Essen, sowie die vollständige Anrechnung dieser Zeit als effektive Arbeitszeit. Zu den übrigen Forderungen zählen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine ausgeglichenere Personalplanung, bessere Aussichten für die Laufbahn, die vollständige Auszahlung der Sonderzahlungen sowie eine Gehaltsüberprüfung unter Berücksichtigung von Nacht- und Belastungszulagen. UGT sagt, dass kanarische Ärzte zu den am niedrigsten vergüteten Medizinern im gesamten spanischen Gesundheitssystem gehörten.

Gewerkschaft fordert mehr Geld für Gesundheitssystem der Kanaren

Bautista Yanes appellierte an das Finanzressort der Regierung der Kanaren, Mittel für die geforderten Verbesserungen bereitzustellen. Wenn es Gelder für andere Bereiche der Regionalverwaltung gebe, müsse es diese auch für das öffentliche Gesundheitssystem geben.

UGT hatte an der staatlichen Verhandlung zur Reform des Estatuto Marco des Sanitätspersonals teilgenommen und bezeichnete dieses Regelwerk nach mehr als zwei Jahrzehnten Geltung als veraltet. Sollte es trotz der für den 23. Juni und 23. Juli angekündigten Streiks in den kommenden Monaten keine Verhandlungsfortschritte geben, will die Gewerkschaft weitere Druckmittel prüfen.

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