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Grippewelle: Kanaren reaktivieren die Maskenpflicht in Krankenhäusern


Auf den Kanaren gilt in Krankenhäusern wieder eine Maskenpflicht. Die regionale Regierung sah sich zu dem Schritt gezwungen, da viele Notaufnahmen überdurchschnittlich stark beansprucht werden. Die Fallzahlen steigen deutlich.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Auf den Kanarischen Inseln herrscht in Gesundheitszentren ab Dienstag wieder eine Maskenpflicht. Die Entscheidung des regionalen Gesundheitsministeriums sei temporär, hieß es am Montag. Grund für die Maßnahme seien deutlich steigende Atemwegs-Infektionen.

Die Weihnachtszeit gilt als Haupt-Auslöser der aktuellen Welle von Atemwegsinfektionen auf den Kanarischen Inseln, die Feiertage danach als Multiplikator. Insbesondere die Influenza habe sich bei und nach den Familien-Feierlichkeiten stark verbreitet.

In der vergangenen Woche war stellenweise die Versorgung in den Notaufnahmen einiger Kanaren-Inseln an ihre Grenzen gelangt. Viele Patientinnen und Patienten mussten auf den Fluren der Krankenhäuser warten – und teilweise auch dort behandelt werden. Nun soll die kurzzeitige Maskenpflicht zumindest in den Krankenhäusern der Kanarischen Inseln eine Weiterverbreitung der Infektionen stoppen.

Maskenpflicht in Krankenhäusern der Kanaren

Zuvor hatte der Interterritoriale Rat des Nationalen Gesundheitssystems beschlossen, die allgemeine Entscheidungsfindung für alle Autonomen Gemeinschaften Spaniens bis Mittwoch zu verlängern. Doch auf den Kanaren tagten die internen Gremien kurzfristig und verabschiedeten den Erlass.

Damit schließen sich die Kanaren anderen Autonomen Gemeinschaften an, in denen bereits eine Maskenpflicht für Gesundheitszentren gilt. Zuvor hatten die kanarischen Gesundheitszentren eine entsprechende Empfehlung ausgegeben. Diese wird nun zur Pflicht.

Kanaren: Maskenpflicht bis zum Ende der aktuellen Grippewelle

Die Verordnung soll zunächst nur für die Dauer der aktuellen Influenza-Welle gelten. Sie betrifft Kliniken für Psychosomatik, Gesundheitszentren sowie öffentliche und private Krankenhäuser auf allen Kanaren-Inseln.

Im vergangenen Monat waren die Atemwegsinfektionen auf den Kanaren um 41 Prozent angestiegen. Der Chef-Epidemiologe der Kanarischen Inseln, Amos García, rechnet mit einem Höhepunkt der aktuellen Grippewelle zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Allerdings seien rund 15 Prozent weniger Grippeimpfungen vergeben worden, sagte García, was den Verlauf verändern könne.

Kanaren erwarten weitere Steigerung der Fallzahlen

In den letzten drei Dezemberwochen wurde laut epidemiologischem Überwachungssystems des Instituts Carlos III ein Anstieg von 526 Fällen pro 100.000 Einwohner auf 953 festgestellt. Das entspricht einer Zunahme um rund 81 Prozent. Zur ersten Januarwoche liegen noch keine Daten vor. Durch die Feiertage rechnen die Mediziner allerdings mit einer deutlichen Zunahme.

Die Maskenpflicht in Krankenhäusern soll dazu beitragen, dass das medizinische Personal und andere Patienten geschützt werden. In der vergangenen Woche hatten Pflegende und Gewerkschafter von weit mehr als 300 Patienten täglich berichtet:


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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