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Mittwoch, 24. Juni 2026
Teneriffa

Mobbing? Tragischer Tod einer 12-Jährigen auf Teneriffa

Die Mordkommission auf Teneriffa untersucht den Tod einer Schülerin. Die Zwölfjährige war möglicherweise Opfer von Mobbing, heißt es.

Man wolle weder bestätigen noch dementieren, heißt es seitens der Polizei. In Puerto de la Cruz auf Teneriffa ist ein Mädchen verstorben. Es wird von Selbstmord berichtet. Die Gemeinde steht unter Schock.

Das Mädchen war Schülerin an der CEIP César Manrique im Norden der Kanaren-Insel. Das Bildungsministerium bestätigte den Tod der Zwölfjährigen inzwischen.

Beweise für einen Freitod gebe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Auch habe es bei der Sechstklässlerin im Vorfeld keinerlei Anzeichen gegeben, die auf einen entsprechenden Plan schließen ließen.

Zwölfjährige in Puerto de la Cruz auf Teneriffa gestorben

Aus dem Umfeld des Kindes wird jedoch von Mobbing berichtet. Die Mutter des Mädchens veröffentlichte bei Facebook ein Video, das auf entsprechendes Verhalten der Mitschülerinnen und Mitschüler schließen lässt.



Der tragische Vorfall ereignete sich am Donnerstag Nachmittag gegen 17 Uhr im Viertel Carlos Arias. Die Schule sagte in der Folge eine Karnevalsveranstaltung und den Unterricht am Freitag ab. Um 12.30 Uhr wurde am Rathaus von Puerto de la Cruz eine Schweigeminute abgehalten.

Die Nationalpolizei nahm inzwischen Ermittlungen auf. Diese seien ausdrücklich ergebnisoffen. Man habe bisher „keine weiteren Informationen“ und wolle den Fall komplett aufarbeiten, hieß es.

Nicht nur auf Teneriffa: Mobbing an Schulen Alltag

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO erlebt jedes vierte Schulkind in 44 untersuchten Ländern Cybermobbing. Dabei handelt es sich oft um Bloßstellungen, beispielsweise in WhatsApp-Gruppen oder sozialen Netzwerken.

An Schulen seien die Fälle seit 2018 stabil, heißt es seitens der WHO, doch im Internet und in Chatgruppen seien die Fallzahlen signifikant gestiegen. Laut Bericht beteiligen sich rund sechs Prozent aller Jugendlichen an Mobbing. Etwa elf Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen waren bereits Opfer solcher Attacken.

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