Von Marlis Zoschke
Auf Teneriffa gelten wieder neue Regeln. Doch werden sie tatsächlich eingehalten? Als ich las, dass Fußgänger und Radfahrer beim Überholen besser geschützt und die vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten werden sollen, musste ich lachen.
Wer kontrolliert die rücksichtslosen Radfahrer und rasenden Autofahrer? Schon jetzt werden die Mindestabstände nur selten eingehalten, auch wenn das mitunter schwierig sein kann.
Die Gefahr des Abwassers im Meer vor den Kanaren
Radfahrer werden Fußgänger wohl weiterhin höchstens zur Seite klingeln. Elektroroller werden weiterhin über Gehwege und Straßen rasen oder entgegen der Fahrtrichtung auf Gehwegen unterwegs sein. Die einjährige Übergangsfrist ist ein Witz.
Oder ist es inzwischen gelungen, die schwimmenden Fäkalien von den Straßen zu beseitigen und die skandalösen, nicht genehmigten Abwassereinleitungen zu stoppen? Es ist eine Schande, dass ungeklärtes Abwasser ins Meer gelangen darf. Seit Jahren werden Änderungen angekündigt, ohne dass etwas geschieht.
Eher zeigt sich der Teide von seiner unangenehmen Seite, bevor beim Abwasser etwas geschieht. Die zahlreichen und immer näher rückenden Erdbeben geben jedenfalls Anlass zur Sorge.
Allerdings sollten sich die Touristen auch um die eigene Gesundheit Gedanken machen, wenn sie täglich den blauen Flaggen am Strand vertrauen. Der Kontakt mit fäkal verunreinigtem Wasser führt jährlich zu vielen Krankheitsfällen durch Salmonellen, Typhus, Cholera und Hepatitis. Eine Salmonellenvergiftung ist in Deutschland meldepflichtig, sie ist hochansteckend.
Doch auf den Kanaren hat man vielleicht noch nicht davon gehört. Oder es wird nicht für voll genommen. Schlechte Nachrichten lassen sich im Kanaren-Tourismus jedenfalls nicht besonders gut verkaufen.















«Neue Regeln auf den Kanaren - doch wer kontrolliert sie?»
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