Von Marlis Zoschke
Der Klimawandel hat viele Veränderungen gebracht. Wer schöne Strände und Sonne vor Augen hat und sich auf seinen Urlaub freut, will davon nichts wissen. Leider denkt niemand daran, dass auch das Meer stark vom Klimawandel betroffen ist, mehr als mancheiner wahrhaben möchte.
Die ansteigenden Temperaturen des Wassers schaden allen Meeresbewohnern. Sie sterben ab, da das Wasser einfach zu warm für sie geworden ist. Das fängt bei den kleinsten im Wasser lebenden Tieren an, die eigentlich die Nahrung für die größeren sind. Auch Speisefische, die für die wachsende Erdbevölkerung wichtig sind, werden weniger.
Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Klimawandel die Meereswellen verstärkt. Im Südpolarmeer rund um die Antarktis, wurde ein deutlicher Anstieg der Wellenstärke beobachtet. Gehören eventuell verstärkte Wellenbewegungen auch mit zu den Ursachen, dass es so viele Ertrinkende auf den Kanaren gibt?
„Kanaren-Urlauber sind keine Schwimmprofis“
Die meisten der Urlauber sind bestimmt keine Schwimmprofis, doch sie sehen im Fernsehen die Surfer, die auch mal von den Brettern fallen und sofort wieder oben stehen. Doch damit sollte sich niemand vergleichen. Der Atlantik war schon immer mit Vorsicht zu genießen. Die Wellen tauchen plötzlich unerwartet auf und verschwinden ebenso rasch wieder. Wer plötzlich erfasst wurde, hatte oft blaue Flecke und Hautabschürfungen.
Zwei unserer Bekannten gingen nur am Strand spazieren, um Muscheln zu suchen. Doch das Wasser war schneller. Zum Glück hatten beide ein „dickes Fell“. Einer musste jedoch einige Tage ausruhen. Er konnte nach dem Zwischenfall kaum noch laufen.
Wen eine Welle mit ins Meer zieht, droht Panik. Denn wenige Menschen haben in solchen Augenblicken die Geduld und Erfahrung, abzuwarten, bis die Wellen wieder kleiner werden.
Als es auf Teneriffa noch recht ruhig war, saß oft ein junger Fischer auf einem Felsen und beobachtete das Meer und die Schwimmenden. Er sah immer schon, wenn weit hinten die Wellen größer wurden. Dann hat er gewinkt und gepfiffen. Jeder beeilte sich, aus dem Wasser zu gelangen.
Auf diese Art und Weise hat der junge Fischer sich die Zeit vertrieben und manch einem vielleicht sogar das Leben gerettet. Heute wäre das bei den vielen Touristen, die Sorge haben, von einem Fremden bevormundet zu werden, so nicht mehr möglich.
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Nach Wellen-Unfall: Leichtsinn auf Teneriffa an der Tagesordnung![]()
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Wenn ein Teneriffa-Urlaub traurig endet
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