Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria einen Ring organisierter Autodiebe hochgenommen und direkt drei Angehörige festgenommen. Die Bande hatte Autos gestohlen und Kennzeichen gefälscht. Auslöser war ein Verkehrsunfall im März, der die Beamten erst auf die Spur der Verdächtigen brachte.
Die Guardia Civil ermittelt neben den drei Festgenommenen gegen zwei weitere Personen. Die Vorwürfe umfassen Fahrzeugdiebstahl, Urkundenfälschung und Identitätsanmaßung. Die Täter hatten offenbar nicht nur Kennzeichen gefälscht, sondern auch weitere Dokumente, um fremde Identitäten zu nutzen und so die Herkunft der Fahrzeuge zu verschleiern.
Der Unfall im März gab den entscheidenden Anstoß: Bei der Unfallaufnahme fielen den Beamten Unregelmäßigkeiten an einem der beteiligten Fahrzeuge auf, die schließlich zur Einleitung einer umfassenderen Untersuchung führten. Bei weiteren Ermittlungen deckten die Ermittler dann sukzessive das gesamte Netzwerk auf.
Polizei nimmt Autodiebe auf Gran Canaria fest
Die Behörden raten: Wer ein Gebrauchtfahrzeug kaufen möchte, sollte die Fahrzeugpapiere und Fahrgestellnummern sorgfältig prüfen. Die Guardia Civil empfiehlt grundsätzlich, Fahrzeugkäufe über offizielle Kanäle abzuwickeln und auffällige Angebote zu melden.
Das Zusammenspiel aus gefälschten Kennzeichen, gefälschten Dokumenten und gestohlenen Identitäten gilt als typisches Muster organisierter Fahrzeugkriminalität. Die Verdächtigen konnten so über einen längeren Zeitraum unentdeckt agieren.
Wie viele Fahrzeuge insgesamt betroffen sind, ist bisher nicht bekannt. Auch die Zahl weiterer Mitglieder ist derzeit unklar. Laut Behörden haben Banden dieser Art im Regelfall Mittäter im Ausland, wo gestohlene Fahrzeuge herkommen oder hingebracht werden. Die Routen möglicher Käufe und Verkäufe sollen nun überprüft werden. Die Ermittlungen dauern an.















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