Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Regierung hat einen Hepatitis-A-Ausbruch mit sechs Fällen auf Gran Canaria gemeldet. Alle Betroffenen sind minderjährig. Die Entwickelung sei günstig. Die zuständigen Überwachungs- und Kontrollprotokolle sind aktiviert.
Der erste Fall trat bei einem Kind einer Kindertagesstätte auf. Bei den anschließenden Untersuchungen identifizierte die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit fünf weitere Fälle. Zwei der sechs Kinder kamen stationär ins Krankenhaus, die übrigen vier bleiben in häuslicher Beobachtung.
Hepatitis A zählt in Spanien zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Deshalb meldete die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) den Vorgang an das Nationale epidemiologische Überwachungsnetz (RENAVE). Wie die Behörden den Ausbruch in der Einrichtung eindämmen wollen und ob die Kindertagesstätte schließen muss, klärte sich erst im weiteren Verlauf.
Hepatitis-A-Ausbruch auf Gran Canaria: Kontaktpersonen werden geimpft
Der epidemiologische Überwachungsdienst hat über das Primärversorgungsmanagement Gran Canaria Impfungen und diagnostische Tests für enge Kontaktpersonen der Einrichtung eingeleitet. Geimpft werden Kinder und Mitarbeiter der Kindertagesstätte, die noch nicht immunisiert sind. Hinzu kommen grundlegende Hygienemaßnahmen.
Eine Schließung der Einrichtung ist nicht vorgesehen. Die Behörden empfehlen lediglich die genannten Hygienemaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Hepatitis A auf den Kanaren: Übertragung und Verlauf
Hepatitis A ist eine akute Lebererkrankung, die durch ein Virus ausgelöst wird. Bei mehr als 70 Prozent der Erwachsenen verläuft sie symptomatisch, bei Kindern unter sechs Jahren bleibt sie hingegen oft unbemerkt. Übertragen wird das Virus von Mensch zu Mensch auf fäkal-oralem Weg sowie durch Lebensmittel, die von infizierten Personen kontaminiert wurden.
Die größte Ansteckungsgefahr besteht von zwei Wochen vor Auftreten der Gelbsucht bis eine Woche danach. Erkrankte sollen bis sieben Tage nach Beginn der Gelbsucht oder anderer Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit und Fieber der Schule oder Arbeit fernbleiben. Die Behandlung ist überwiegend unterstützend mit Ruhe, angemessener Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Spezifische antivirale Mittel sind nicht erforderlich.















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