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Sonntag, 19. Juli 2026
Kanaren

Großes Bienensterben auf den Kanaren – das steckt dahinter

Auf den Kanaren gibt es ein immer größeres Bienensterben. Grund seien der Klimawandel und Pestizide. Was Experten jetzt fordern.

Dem Biologen Ezequiel Navío macht eine Entwicklung Sorgen, vor der er deutlich warnt: Die Bienenpopulation auf den Kanaren gehe drastisch zurück. Als Sprecher der unabhängigen Umweltschutz-Organisation ADACIS, die auf den Kanaren tätig ist, war Navío im kanarischen Fernsehen zu Gast. Seine Botschaft dort fiel unmissverständlich aus.

In der Sendung „Atlántico Interviú“ sprach der von Lanzarote stammende Biologe darüber, woran der Bienen-Rückgang auf dem Archipel liegt und welche Folgen er hat. Für den Verlust der Insekten macht Navío gleich mehrere Faktoren verantwortlich, nämlich den Klimawandel, den Einsatz von Pestiziden sowie die Zerstörung natürlicher Lebensräume.

Gegenüber Moderatorin Fátima Bravo betonte Navío, dass diese Entwicklung die Biodiversität der Kanaren schwer treffe. Er machte deutlich, welch wichtige Rolle die Bienen für die Umwelt und ebenso für die Wirtschaft spielen. Ohne die Insekten, so seine Erklärung, könnten die Ökosysteme auf den Kanarischen Inseln nicht überleben. Geht die Bienenpopulation zurück, sind damit zahlreiche Pflanzenarten und folglich auch die Landwirtschaft in Gefahr.

Kanaren: Bienensterben bedroht Biodiversität

Sollte sich der Trend fortsetzen, drohe eine weitere Verschärfung der Lage, davor warnte Navío ausdrücklich. Er verlangte gezielte Maßnahmen, um die Bienen und ihre Lebensräume zu schützen. Genau dafür engagiert sich die Organisation ADACIS bereits seit Jahren.



Dass bestäubende Insekten auf den Kanaren gefährdet sind, beobachten auch Experten. Verschärft werde die Situation durch das Zusammenspiel von Klimaveränderungen und einer intensiven Landwirtschaft, die mit Düngemitteln und Pestiziden arbeitet.

Den Schwerpunkt der Sendung bildete das Bienensterben, wobei vor allem die Folgen für Landwirtschaft und Natur zur Sprache kamen. An Politik und Gesellschaft richtete Navío den Appell, die Bedeutung der Bienen für die Kanarischen Inseln ernst zu nehmen. Ihr Schutz, so seine Worte, sei eine gemeinsame Aufgabe.

Maßnahmen zum Schutz der Bienen auf den Kanaren gefordert

Um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, kündigte ADACIS mehrere Informationskampagnen und Projekte an. Die Organisation wolle künftig zudem enger mit Landwirten und Behörden zusammenarbeiten, sagte Navío, denn dort müsse mehr Verständnis herrschen.

Angestrebt werden nachhaltige Lösungen, mit denen sich die Bienenpopulationen auf den Kanarischen Inseln erhalten lassen. Damit die Artenvielfalt auf den Kanaren langfristig gesichert ist, sei ein schnelles Eingreifen notwendig.

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