Die Arbeitslosenquote auf den Kanaren ist im zweiten Quartal auf 11,6 Prozent gesunken. Das kanarische Statistikamt ISTAC meldet einen Rückgang um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch neben der Kanaren-Betrachtung ist der Insel-Blick interessant.
Hinter dem Rückgang steht eine deutlich geringere Zahl an Erwerbslosen. 135.880 Menschen zählte die Arbeitskräfteerhebung EPA im zweiten Quartal als arbeitslos. Das waren 13,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Die Erhebung erfasst nicht nur gemeldete Arbeitslose, sondern alle, die aktiv einen Job suchen und kurzfristig verfügbar sind. Auffällig ist dabei die Verteilung nach Inseln:
Kanaren melden Aufwärts-Trend am Arbeitsmarkt
Am stärksten fiel die Arbeitslosenquote laut ISTAC-Daten auf Fuerteventura. Dort sank sie um gleich drei Prozentpunkte. Damit hat die Insel einen signifikanten Anteil am kanarischen Arbeitsmarkt-Aufschwung. Doch neben dem satten Plus fallen die Daten auch auf anderen Inseln sehr unterschiedlich aus.
Während Fuerteventura beim Quotenrückgang vorn liegt, verzeichnete Gran Canaria den kräftigsten absoluten Abbau: Dort ging die Zahl der Erwerbslosen um 19,6 Prozent zurück. Und damit setzen die neuen Zahlen eine Reihe positiver Arbeitsmarktdaten fort.
Bereits im Juni war die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln kräftig gefallen (mehr dazu hier). Auch das Jahr 2025 hatten die Inseln schon mit sinkender Arbeitslosigkeit und starkem Wirtschaftswachstum abschließen können.
Kanaren wollen Arbeitsmarkt gezielt optimieren
Parallel dazu bemüht sich die Kanaren-Politik um Wege hin zu einer stabileren Beschäftigung. Der kanarische Gesundheitsdienst kündigte an, befristete Stellen in feste Verträge für Pflegekräfte umzuwandeln. Auf Teneriffa startete zudem ein Programm, das Berufseinsteiger mit Unternehmen zusammenbringen soll.
Der stärkste Rückgang auf Fuerteventura fällt unterdessen in eine Phase, in der die kanarische Wirtschaft trotz sinkender Arbeitslosigkeit unter Druck steht. Zuletzt wurde eine zu niedrige Produktivität angeprangert. Auch die Spritpreise auf den Kanaren stehen derzeit als wirtschaftliche Herausforderung auf dem Prüfstand.















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