Arbeitslosigkeit auf den Kanaren sinkt, soll 2019 aber wieder steigen


Die Marke von 20 Prozent Arbeitslosigkeit ist im Vorjahr auf den Kanarischen Inseln erstmals seit Jahren wieder unterschritten worden. Wie das nationale Statistik-Institut (EPA) mitteilte, sei das Jahr 2018 mit einer Arbeitslosenquote von 19,9 Prozent aller Erwerbstätigen beendet worden. Dennoch wird mit einer neuen Arbeitslosen-Welle gerechnet.

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Trotz des aktuellen Rückgangs der Erwerbslosigkeit liegen die Kanarischen Inseln weiter um rund fünfeinhalb Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt. Zwar geht der Rückgang auch mit einem gesunkenen Teil von aktiven Arbeitnehmern einher, dennoch gilt die Zahl zunächst als gutes Zeichen. Immerhin wurden im Jahr 2018 auch 41.600 neue Netto-Arbeitsplätze geschaffen.

Arbeitslosigkeit auf den Kanaren bei Männern und Frauen fast gleich

In Summe bleiben auf den Kanarischen Inseln dennoch weiter 228.200 Menschen im Erwerbstätigenalter ohne Job. Diese Zahl verteilt sich nahezu gleich auf Männer (116.600 Arbeitslose) und Frauen (111.600).

Wie das Statistik-Institut mitteilte, sei die Zahl der Arbeitslosen im letzten Quartal nochmal um knapp 2,7 Prozent gestiegen. Dies sei unter anderem auf Saisonarbeit zurückzuführen, hieß es. Der Jahresschnitt blieb trotz des schlechten Trends im letzten Quartal unter der 20-Prozent-Marke.

Kanaren bei Arbeitslosigkeit auf drittletztem Platz

Die Kanarischen Inseln belegen im nationalen Vergleich den drittschlechtesten Platz der Arbeitslosen-Statistik. Während spanienweit 14,45 Prozent der Menschen ohne feste Anstellung sind, liegt die Zahl nur in den Provinzen Andalusien mit 21,26% und in Extremadura mit 23,1% noch höher als auf den Kanaren.

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Insgesamt ist der Trend spanienweit weiter sinkend. Im Jahr 2019 soll allerdings der Mindestlohn um 22 Prozent oder 164 Euro auf monatlichen 900 Euro angehoben werden. Aus Arbeitnehmerperspektive klingt der höchste Anstieg beim Mindestlohn seit dem Jahr 1977 auf den ersten Blick sehr attraktiv. Laut Experten könnte dieser jedoch in einer stark steigenden Zahl Erwerbsloser. Je nach Berechnung ist von bis zu 150.000 zusätzlichen Arbeitslosen die Rede.

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