Besonders Grippe: Infektionen auf den Kanaren nehmen zu


Die Kanarischen Inseln melden zunehmende Fälle von Atemwegs-Infektionen. Besonders die Grippe steche in diesem Jahr hervor. Auch Corona sei nicht überwunden. Das sind die Zahlen.

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Die Influenza-Saison hat in diesem Jahr deutlich früher begonnen. Aufgrund vergleichsweise niedriger Temperaturen wird sie sich weiter ausbreiten. Das sagt der auf den Kanaren ansässige Epidemiologe Amós García Rojas.

Der unter anderem für sie WHO tätige Experte meint, dass sich akute Atemwegs-Infektionen auf den Kanarischen Inseln in der zweiten Januarwoche ausgebreitet hätten. Seit den Weihnachtsferien ist die Inzidenz auf 836,4 Fälle pro 100.000 Einwohner gestiegen. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Gesundheitsministeriums hervor.

Demnach sei der jüngste Zuwachs „leicht“ ausgefallen: 85,3 Infektionen mehr als in der ersten Woche des Jahres wurden gemeldet. Diese war bereits höher ausgefallen als die Werte Ende Dezember. Der Bericht zeigt, dass unter den Infektionen die Grippe heraussticht. Dies sei auch auf dem spanischen Festland der Fall.

Kanaren: Grippewelle startet früher als sonst

In den Vorjahren sei die Spitze gegen Mitte Januar oder Anfang Februar erreicht worden, sagt García. Auch wenn die Grippewelle in diesem Jahr zu einer anderen Zeit ausgebrochen war, erwarte er, dass sie nicht höher ausfallen werde als vor Corona.


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Die Zahlen seien zwar im Vergleich zu den vergangenen Jahren höher, dies liege jedoch daran, dass die Influenza aufgrund der Corona-Prävention deutlich geringer ausgefallen sei.

Hinzu käme, dass die wenigen vorhandenen Fälle aufgrund des „Alpha-Virus“, das die Menschen beschäftigt hatte, übersehen worden seien. Da nun die Maskenpflicht und weitere Vorsorge-Maßnahmen immer weiter abgeschafft würden, seien zunehmende Grippe-Fälle normal.

„Experte auf den Kanaren: „Corona ist nicht vorüber“

Für die aktuelle Grippewelle erwartet Garcia keine besonderen Vorkommnisse. Allerdings warnt der Experte davor, Corona als abgehakt zu betrachten. Der Epidemiologe sagt, die aktuelle Lage in China sei ein mahnendes Beispiel.

Den Menschen in Europa gehe es offensichtlich besser. Dies sei jedoch kein Selbstläufer. „Die Tatsache, dass Masken nicht mehr obligatorisch sind, bedeutet nicht, dass Schutzbedürftige sie gar nicht mehr tragen sollten.“ Gemeint sind damit unter anderem Ältere und Schwangere.

Bezüglich der Grippe-Impfung seien die Zahlen wie im Vorjahr, „das ziemlich gut war“. Auch bei der Influenza sei die Impf-Abdeckung im Bezug auf Schwangere „einigermaßen zufriedenstellend, könnte aber besser sein“.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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