Die Kanarischen Inseln haben in der vergangenen Woche nur 5,4 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Damit sank die Zahl der Prozentpunkte beim Anteil gegenüber der Vorwoche um zwölf, als erneuerbare Energie auf den Kanaren noch 17,3 Prozent erreicht hatte, wie Daten des Netzbetreibers Red Eléctrica (REE) für die sieben Tage bis Dienstag zeigen.
An keinem einzelnen Tag erreichten die Inseln einen zweistelligen Wert. Den Höchststand meldete Red Eléctrica für Montag mit 7,3 Prozent. Im Wochenschnitt stammten 94,6 Prozent des verbrauchten Stroms aus nicht erneuerbaren Quellen.
Ende August lag der Anteil deutlich höher. Damals stürzte der Ökostrom-Anteil auf den Kanaren binnen einer Woche von 29,9 auf 20,7 Prozent. In der Woche darauf erholte sich die grüne Stromerzeugung auf durchschnittlich 28,5 Prozent, am 28. August erreichte sie an einem Tag 38,2 Prozent. Der aktuelle Wochenwert liegt bei weniger als einem Fünftel dieses Durchschnitts.
Erneuerbare Energie auf den Kanaren: Ökostrom-Ziel 2030 weit entfernt
Die Regierung der Kanaren will bis 2030 mindestens 58 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien decken. Der Wert der vergangenen Woche entspricht weniger als einem Zehntel dieser Marke. Für das Ziel gelten Offshore-Windparks vor den Küsten und zusätzliche Energiespeicher als notwendig. Im Süden Teneriffas entsteht in Adeje eine Solar-Speicheranlage, die den Ökostrom-Anteil der Insel und damit den kanarischen Durchschnitt anheben soll.
Die verfügbare Strommenge wächst dabei. Laut dem Statistikamt ISTAC standen auf Teneriffa im September 328.047 Megawattstunden zur Verfügung, fünf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf Gran Canaria wartet die Stromversorgung weiter auf ein Stromerzeugungsschiff, dessen Ankunftstermin offen ist.
















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