Die spanische Wetterbehörde Aemet erwartet am Mittwoch eine deutliche Verschärfung der Hitze auf den Kanaren. Stellenweise können die Temperaturen 40 Grad erreichen, heißt es seitens der Meteorologen. Gleichzeitig zieht die Calima seit den frühen Morgenstunden nach Süden weiter.
Am stärksten trifft die Hitze Gran Canaria. In den Mittellagen im Südosten, Süden und Westen der Insel sowie im Becken von Tejeda erwartet das Aemet zwischen 37 und 40 Grad. Selbst nachts kühlt es dort kaum ab: In den Mittellagen im Süden und Südwesten fallen die Tiefstwerte kaum unter 25 bis 27 Grad. Auf Fuerteventura werden in den südlichen Innenzonen 32 bis 34 Grad überschritten, auf Lanzarote 30 bis 32 Grad.
Zur Hitze kommt kräftiger Wind aus Nordost. In exponierten Zonen auf Gran Canaria und La Gomera können die Böen gelegentlich 80 Kilometer pro Stunde überschreiten. Auf See rechnet der Wetterdienst mit Windstärke 5 bis 6, lokal auch 7. Das sorgt für teils starken Seegang und Wellen von bis zu zwei Metern. Die Staubbelastung der Calima und die Temperaturen fallen je Insel unterschiedlich aus:
Calima auf den Kanaren zieht sich nach Süden zurück
Die Calima-Staubwolke hatte sich am Montagnachmittag von den östlichen Inseln auf den restlichen Archipel ausgebreitet und am Dienstag alle Inseln erfasst. Als erste betroffen waren Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa wegen ihrer größeren Nähe zum afrikanischen Kontinent. Der Staub bewegte sich von Ost nach West.
Der Luftqualitätsindex bleibt nach Angaben des Wetterdienstes dennoch in akzeptablen Werten, die Konzentrationen liegen unter den kritischen Schwellen. Empfindliche Personen kann der Staub dennoch beeinträchtigen, vor allem bei Atemwegserkrankungen. Solche Calima-Lagen treten häufiger im Winter auf, meist von Dezember bis März, im Sommer sind sie kürzer.
Hitze auf den Kanaren an der Küste moderater
An den Küsten und in den Hauptstädten bleiben die Werte niedriger. Auf Teneriffa besteht in den zentralen Gipfelregionen eine geringe Wahrscheinlichkeit für gelegentliche Niederschläge, besonders am Nachmittag.
In den vergangenen Tagen lagen die Höchstwerte auf dem Archipel vielerorts bei moderaten 25 Grad. Die erste große Hitzewelle des Sommers hatte andere Teile Spaniens und Europas getroffen, die Kanaren bisher jedoch weitgehend verschont. Ab dieser Woche wird es jedoch auch auf den Inseln heißer und trockener. Die Regierung der Kanarischen Inseln gab bereits Sperrungen in Auftrag und aktivierte flächendeckend die Waldbrand-Warnstufen. Mehr dazu lesen Sie über den nachfolgenden Link:
















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