Grippewelle fordert 66 Todesopfer auf den Kanaren – Zahl fast verdoppelt


Die Zahl der Grippe-Toten auf den Kanarischen Inseln hat sich in der auslaufenden Saison fast verdoppelt. Die Behörden zählten 66 bestätigte Todesfälle. Der Anstieg hat jedoch nichts mit dem Virus selbst zu tun. Die Einzelheiten.

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Die Grippewelle ebbt allmählich ab. Während in der Grippesaison 2017/18 noch 37 Todesfälle durch Influenza des Typs A zu betrauern waren, wurden in diesem Jahr 66 Grippe-Tote gezählt. Schnell machte die Mär vom „aggressiven, sich verändernden Influenza-Virus“ die Runde. Doch der Grund ist ein ganz anderer.

Experte: Die meisten Todesfälle durch Grippe sind vermeidbar

Das Epidemie-Überwachungsnetz der Kanarischen Inseln hat eine zuverlässigere Prüfmethode entwickelt. Diese Verbesserung des Protokolls führte dann zur zuverlässigeren Identifizierung des Influenza-Virus als Todesursache, wodurch die Zahl der bestätigten Todesopfer in diesem Jahr anstieg.

Laut Experten sage diese veränderte Zahl der Grippetoten jedoch zunächst einmal nichts über die Erkrankung selbst aus. In erster Linie seien es allerdings oft vermeidbare Todesfälle, hieß es. Gegen die Influenza des Typs A sei schließlich ein relativ zuverlässiger Impfschutz möglich, hieß es.

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Grippewelle auf den Kanaren: Zwei Drittel der Todesopfer älter als 64 Jahre

Die Verteilung der Todesopfer war genau hälftig auf Männer und Frauen verteilt. Bei der Altersstruktur sah dies schon anders aus: Knapp 67 Prozent der Todesopfer waren älter als 64 Jahre. Bei den Minderjährigen betrug die Rate nur 1,5 Prozent. Die weiteren Todesopfer durch die Influenza auf den Kanaren waren zwischen 15 und 64 Jahre alt.

Von allen Grippeerkrankten, die in dieser Grippesaison in Krankenhäusern auf den Kanarischen Inseln behandelt werden mussten, galten 506 Fälle als schwerwiegend – beispielsweise durch Wechselwirkungen mit anderen Erkrankungen oder Komplikationen.

Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Grippe-Prävention auf den Kanarischen Inseln wissen müssen.

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