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Kanaren: Fracht wird günstiger, doch Spaniens Kunststoff-Steuer hält die Preise hoch


Die Kanarischen Inseln kämpfen weiter mit der Inflation. Die See-Fracht ist nun wieder deutlich günstiger geworden. Doch andere Effekte brauchen den Preis-Vorteil auf.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

16.000 Euro hat ein großer See-Container in der Hoch-Zeit der Pandemie gekostet. Vor wenigen Monaten lag der Preis für einen Fracht-Container aus China auf die Kanaren noch bei 7300 Euro. Jetzt kostet er 3200 Euro. Die Preise haben damit wieder Vor-Pandemie-Niveau erreicht. Beim Verbraucher kommen diese Einsparungen dennoch nicht an.

Laut Experten liegt das an neuen Effekten. Denn obwohl die Preise für die See-Fracht, die oftmals als Grund für Preissteigerungen herhalten mussten, so drastisch gefallen sind, bleiben die Preise in den Geschäften hoch. Als Grund gilt nun die neue Kunststoff-Steuer.

Plastik kostet auf den Kanarischen Inseln jetzt 45 Cent pro Kilogramm. Durch die neue Steuer soll der Verbrauch gesenkt werden. Der Plan: Mehr Nachhaltigkeit im Alltag durch höhere Kosten für weniger nachhaltige Produkte.

Was nach geringen Zusatzkosten klingt, bedeutet jedoch Mehrkosten von 450 Euro pro Tonne. Ein See-Container fasst – je nach transportiertem Inhalt – bis zu 27 Tonnen Zuladung. Das bedeutet Mehrkosten von rund 12.000 Euro bei Vollauslastung. Und so wird der Effekt der günstigeren Beförderung wieder aufgebraucht.

So wirkt sich Spaniens Kunststoff-Steuer auf die Preise der Kanaren aus

Fracht-Experten auf den Kanaren gehen nicht vom theoretischen Maximum aus. Sie haben einen Durchschnitt errechnet. Der besagt: Im Alltag kostet die Fracht künftig rund 22 Prozent mehr. Allerdings sei die Kunststoffsteuer so schnell umgesetzt worden, dass viele Importeure mit Strafzahlungen rechnen, da sie ihre Abläufe nicht rechtzeitig umstellen können.

Unterm Strich gehen die Experten davon aus, dass der Anstieg des Verbraucherpreisindex VPI vorerst bei acht bis zehn Prozent Steigerung stehen bleibt. Der Grund dafür sind höhere Sprit-Kosten und andere allgemeine Teuerungen.

Sollte die Seefracht die Preise halten, könnte damit zumindest ein Plateau erreicht werden. Steigen die Preise für den Transport auf dem See-Weg jedoch wieder, würden diese Preise zur aktuellen Teuerungsrate hinzukommen. Dies hätte einen direkten Einfluss auf die Preise und den Alltag auf den Kanarischen Inseln.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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