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Kanaren inzwischen spanienweit am wenigsten von Covid-19 betroffen


Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Die Kanarischen Inseln sind inzwischen die Autonome Gemeinschaft mit den geringsten Covid-19-Infektionen. Das ergibt der Vergleich mit anderen Regionen innerhalb Spaniens. Insbesondere zu Beginn war die Ausbreitung auf den Kanaren noch enorm. Zudem ist es ein Vergleich auf höchstem Negativ-Niveau, der beispielsweise die wirtschaftlichen Folgen für eine extrem vom Tourismus abhängige Region komplett außer Acht lässt. Eine Einordnung.

Die Sterblichkeitsraten pro 100.000 Einwohner ist auf den Kanarischen Inseln inzwischen gering. Zumindest im innerspanischen Vergleich, der im Verhältnis zu anderen Ländern wie Deutschland noch immer sehr hoch ist. Auf den Kanaren wurden bis Donnerstag 1846 Infektionen und 92 Todesfälle registriert. Pro 100.000 Einwohner gibt es damit 85 Infektionen und vier Todesfälle.

Innerhalb Spaniens werden die Kanarischen Inseln somit inzwischen als die Region mit der geringsten Inzidenz der Pandemie geführt. Das war insbesondere in den ersten Wochen nach Ausbruch des Coronavirus auf spanischem Boden anders. Damals gehörten die Kanaren zu den Gebieten mit der stärksten Ausbreitung. Besonders Teneriffa war seinerzeit Treiber der Statistik. Bis heute gibt es dort die mit Abstand meisten Fälle auf dem Archipel.

Kanaren profitieren statistisch von frühem Ausbruch der Krankheit

Zwar verzeichnen in Spanien autonome Gebiete wie Asturien, Kantabrien oder die Balearen weniger Todesfällen und Infektionen, diese Gebiete sind jedoch auch schwächer bewohnt. Damit sind sie in erster Linie statistisch betrachtet stärker betroffen. Zudem gingen die Todesfälle auf den Kanaren in den vergangenen Tagen verglichen mit dem Zeitraum zuvor deutlich zurück. Damit schlägt die einst noch stark negative Statistik plötzlich zugunsten der Kanarischen Inseln um. Einer der Gründe dafür: Der verhältnismäßig frühe Ausbruch des Virus auf dem Archipel im Zusammenspiel mit der landesweiten Ausgangssperre.

Allerdings ist es auch ein Vergleich auf höchstem Negativ-Neveau. Immerhin kamen spanienweit bis Freitagmittag 15.447 Menschen bedingt durch das Coronavirus ums Leben. In Deutschland waren es 2607. Und das, obwohl Spanien mit rund 47 Millionen Bürgern deutlich weniger Einwohner hat als Deutschland (rund 83 Millionen).

Murcia und Madrid mit höchster Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in Spanien

Die spanischen Regionen mit der höchsten Infektionsrate pro 100.000 Einwohner sind Murcia (955), Madrid (659), Castilla-La Mancha (614), Navarra (547) und das Baskenland (444). Bei der Sterblichkeitsrate liegt Madrid mit 87 Todesfällen pro 100.000 Bürger an der traurigen Spitze der Statistik. Castilla-La Mancha verzeichnet 65 Todesfälle, in La Rioja sind es 57, Castilla-León registrierte 45 und Katalonien 41 Corona-Tote pro 100.000 Einwohner.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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