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Kanaren-Migration: Sechs Erwachsene und ein Kleinkind nach Rettungsaktion vermisst


Vor den Kanarischen Inseln sind in der Nacht 171 Menschen gerettet worden. Sieben Migranten werden vermisst, nachdem eines der Boote sank. Unter ihnen befindet sich ein Kleinkind.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Sieben Menschen werden nach einer Nacht mit mehreren Rettungsaktionen vermisst. Unter ihnen befindet sich ein vierjähriges Kind. Aussprechen möchte es niemand, doch die Chance, dass die Vermissten überlebten, geht gegen Null.

Geschehen ist der dramatische Zwischenfall bei einer Rettungsaktion am Sonntagabend. 78 Kilometer östlich von Lanzarote sank eines der Cayucos, wie die hochseeuntauglichen Boote genannt werden, mit denen Hilfesuchende die Flucht nach Europa versuchen.

171 Menschen konnten in der Nacht gerettet werden. Für mindestens sieben kam jedoch sehr wahrscheinlich jede Hilfe zu spät. Das ist ihre Geschichte.

Kanaren-Migration schreibt weiteres, trauriges Kapitel

Angaben der Behörden und anwesenden Helfenden zufolge, ereignete sich der Schiffbruch bereits am Sonntag. Das marokkanische Fischerboot “Maranda” teilte den Behörden mit, dass es ein mit Menschen überladenes Fischerboot entdeckt habe.

Die Seenotrettung entsandte einen Rettungshubschrauber und ein Schiff von der Basis auf Lanzarote. Bei der Ankunft zwischen 20 und 21 Uhr war das Boot bereits gesunken und die Besatzung des Fischerboots hatte 41 Menschen aus dem Wasser gerettet.

Sieben vermisste nach Untergang eines Flüchtlingsboots vor den Kanaren

Dann schließlich traf die Guardamar Polimnia aus Lanzarote ein. Die Seenotretter bargen zwei weitere Personen aus dem Wasser. Das teilte eine Sprecherin der Seenotrettung mit.

Zunächst gingen die Retter in Folge des Schiffbruchs von zwei Vermissten aus. An Land angekommen stellten sie jedoch fest, dass sieben Menschen fehlten. Dabei handelt es sich um drei Männer, drei Frauen und ein etwa vierjähriges Kind, wie die Rettungsdienste mitteilten.

Weitere Rettungsaktion vor Gran Canaria läuft derzeit

Anderthalb Stunden nach der dramatischen Rettungsaktion wurden 51 weitere Migranten gerettet. Sie waren 81 Kilometer vor Lanzarote entdeckt worden. Gegen 2 Uhr kam ein Boot mit 34 Menschen an Bord aus den Maghrebstaaten eigenständig im Hafen von Los Mármoles in Arrecife an.

Nur kurze Zeit später wurde schließlich ein viertes Boote nahe der Küste gemeldet. Es wurde von der Salvamar Al Nair gerettet. An Bord befanden sich 42 Männer und eine Frau. Sie alle stammen ebenfalls aus Nordafrika.

Aktuell läuft auch vor Gran Canaria eine Rettungsaktion. Südlich von Arguineguín wurde ein Boot mit rund 60 Personen an Bord geortet. Nähere Informationen dazu sollen nach der Rettungsaktion bekanntgegeben werden.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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