Nach Vulkanausbruch auf La Palma: Kanaren investieren 441 Millionen Euro


Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die Hilfen für die Insel La Palma erhöht. Bisher wurden nach dem Vulkanausbruch am Cumbre Vieja bereits 441 Millionen Euro investiert. Wie sich die Hilfsgelder verteilen und wie es weitergehen soll.

Lesedauer: 2 Min.

Mehr als 90 Prozent der 6532 Hilfsersuchen hat die Regierung der Kanarischen Inseln nach dem Vulkanausbruch auf La Palma bereits bearbeitet. Bisher wurden 441,42 Millionen Euro investiert. Insbesondere Privatpersonen, die bei der Eruption alles verloren haben, werden unterstützt.

Knapp die Hälfte der Investitionen floss bisher in den Bereich Wohnen und Unterbringung von Betroffenen. Die Regierung beziffert die geleisteten Hilfen auf 193,4 Millionen Euro. Davon wurden 9,2 Millionen Euro in den Kauf von 104 Wohnungen und 7,1 Millionen Euro in den Kauf von 120 Fertig- und Modulhäusern investiert.

Weitere 149,34 Millionen Euro wurden in Ratenzahlungen des Versicherungs-Entschädigungs-Konsortiums gesteckt. Davon profitierten bislang 2231 Haushalte. 17,3 Millionen Euro wurden als Ausgleichszahlungen für 315 Wohnungen investiert.


Weitere 82 Millionen Euro investierte die kanarische Regierung in den Bereich „Soziale Not und Beschäftigung“. Knapp 61 Millionen Euro davon stammten aus dem außerordentlichen Plan zur schnellen Unterstützung Geschädigter.

Nach Vulkanausbruch auf La Palma: 106 Millionen Euro für die Infrastruktur

Außerdem verteilte die Inselverwaltung 12,9 Millionen Euro Spendengelder. Davon flossen 94 Millionen Euro direkt in die Unterstützung von 2835 vom Vulkanausbruch betroffenen Familien. Weitere 2,2 Millionen Euro Spendengelder verteilte das Rathaus von Los Llanos an 1230 Familien. Die Stadtverwaltung von El Paso gab rund 1,2 Millionen Euro an 460 Familien weiter und das Rathaus von Tazacorte knapp 134.000 Euro an 202 Familien.

Die wirtschaftlichen Fördermittel werden bisher auf gut 60 Millionen Euro beziffert. Davon flossen 4,8 Millionen in den Bananen-Anbau auf La Palma und 530.000 Euro in den Sektor der Viehzucht und Fischerei. Weitere 4,8 Millionen Euro gab es für Unternehmen und Selbstständige.

Von den knapp 106 Millionen Euro, die der Regierung der Kanarischen Inseln zur Instandsetzung der Infrastruktur zur Verfügung gestellt wurden, sollen 38 Millionen Euro in die Wiederherstellung der Küstenstraße fließen. Weitere 15 Millionen Euro sind in das Verhindern oder Eindämmen von Umweltschäden geflossen, elf Millionen Euro in Garantiefonds für landwirtschaftliche Bewässerung und neun Millionen Euro in die Errichtung von Notentsalzungsanlagen.

Der Vulkanausbruch auf La Palma hatte 85 Tage und acht Stunden angedauert. Damit war er der längste aufgezeichnete Ausbruch in der Geschichte der Kanaren-Insel. Was er dabei angerichtet hatte, lesen Sie nachfolgend:

Lesen Sie jetzt:
Bilanz: Vulkanausbruch auf La Palma dauerte 85 Tage und acht Stunden
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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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