Die Wirtschaft auf den Kanaren ist im dritten Quartal 2025 um 3,5 Prozent gewachsen. Die Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife stellte am Donnerstag gemeinsam mit Caixa den aktuellen Wirtschaftsbericht vor. Und der fiel positiv aus.
Die Prognose der Wirtschaftsweisen wurde um 0,5 Prozentpunkte nach oben korrigiert – ein Zeichen für den positiven Trend des ersten Halbjahrs und die Dynamik im Sommer. Denn zwischen Juli und September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Archipels nicht nur gegenüber dem Vorquartal, sondern auch um 3,6 Prozent im Jahresvergleich.
Damit übertraf es das nationale Wachstum von 2,8 Prozent. Die Handelskammer führt dies auf die gestiegene Binnennachfrage durch Bevölkerungs- und Beschäftigungszuwachs sowie auf die externe Nachfrage durch den Tourismus zurück.
Kanaren: Wirtschaftsförderung und Wettbewerbsfähigkeit
Präsident Santiago Sesé äußerte Bedenken wegen internationaler Handelsspannungen, steigender Flughafenabgaben und Arbeitsausfällen. Er forderte Investitionen in die Flughäfen der Kanaren und betonte die Notwendigkeit, die Mobilität zu verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Sesé hob die Bedeutung des Wirtschaftsförderungsprogramms REF hervor, das die wirtschaftliche Distanz und Insellage der Kanaren ausgleicht. Eine Integration in das allgemeine Finanzsystem würde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden, sagte Sesé.
Manuel Afonso von der beteiligten Bank bestätigte die Wachstumsprognosen und hob die Rolle des Tourismus als Wirtschaftsmotor hervor. Auch die Bauwirtschaft zeigte sich dynamisch – mit einem Anstieg von 6,4 Prozent im Jahresvergleich.
Im Konsumbereich stiegen die Kartenzahlungen um 3,5 Prozent, während der Online-Handel um mehr als 14 Prozent zulegte. Der Einzelhandel verzeichnete ein Wachstum von 5,1 Prozent und die Zahl der internationalen Touristen stieg um etwa vier Prozent.
Kanaren: Tourismus und Bau treiben die Wirtschaft
Die Bauwirtschaft auf den Kanaren erlebte einen regelrechten Boom: Die Bauaktivitäten stiegen um 82,8 Prozent, die öffentliche Auftragsvergabe um 90,1 Prozent. Der Arbeitsmarkt zeigte ein gemischtes Bild: Trotz eines Anstiegs der Quartals-Arbeitslosigkeit blieb der Jahresvergleich positiv.
Die Inflation lag bei 2,2 Prozent – der niedrigste Anstieg unter allen autonomen Gemeinschaften. Dennoch belasten steigende Preise für unverarbeitete Lebensmittel, Wohnen und Transport weiter viele Haushalte.
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