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Männlich, ausländisch, selbstüberschätzend: Kanaren zählen bereits 56 Ertrunkene


Deutlich mehr Menschen sind in diesem Jahr auf den Kanarischen Inseln ertrunken. Die meisten Todesopfer sind männlich und stammen aus dem Ausland. Die Haupt-Todesursache ist Selbstüberschätzung.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die Todesfälle durch Ertrinken steigen weiter. Bereits 56 Personen sind in den ersten neun Monaten des Jahres an den Küsten der Kanarischen Inseln gestorben. Das sind 22 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Verein “Canarias 1500 kilómetros de costa” ist nach der Summe aller Küsten-Kilometer der Kanarischen Inseln benannt. Zum Ziel gesetzt hat er sich Aufklärung und die Vermeidung von Todesfällen an den Stränden der Kanaren. Am Sonntag gab die Gruppierung die aktuellen Todeszahlen bekannt.

Erneut steht fest, dass Selbstüberschätzung für den Großteil aller Todesfälle verantwortlich war. Das Profil des durchschnittlichen Todesopfers durch Ertrinken auf den Kanarischen Inseln bleibt daher: männlich, ausländisch, selbstüberschätzend.

Kanaren: Ignoranz führt zu den meisten Todesfällen durch Ertrinken

Denn laut aktuellen Daten sind 85 Prozent der Ertrunkenen trotz Roter Flagge oder Wellenwarnung ins Meer gegangen. Im September wurden 22 Menschen in einen Unfall auf dem Wasser verwickelt, neun von ihnen starben.

Damit kamen auf den Kanaren in diesem Jahr durchschnittlich sechs Personen pro Monat ums Leben. Den Daten zufolge waren der Februar und der Juni die ruhigsten Monate. Es folgten der Juli, Januar, März, April und Mai. Im August und September kamen dagegen die meisten Menschen ums Leben.

48 Männer und sechs Frauen ertrinken auf den Kanaren

Neben den 56 Todesfällen wurden drei Personen lebensbedrohlich verletzt. Zudem gab es 19 Schwerverletzte und 34 mittelschwere Verletzungen. 13 Personen wurden mit leichten Blessuren gerettet und 46 Personen kamen nach einem Zwischenfall glimpflich davon. Von den 56 Todesfällen stammten sieben aus Spanien.

Die übrigen Ertrunkenen stammen entweder bestätigt aus dem Ausland oder konnten bislang nicht identifiziert werden. Ein Abgleich mit den Vermisstenfällen legt jedoch eine ausländische Herkunft nah.

Etwa ein Drittel der Verstorbenen war über 60 Jahre alt. Minderjährig war nur ein sehr geringer Prozentsatz. 48 Männer kamen bisher ums Leben und sechs Frauen.

Mehr Ertrunkene auf den Kanaren als im Vorjahr

Die meisten Zwischenfälle wurden mit 22 auf Gran Canaria gezählt. Es folgen Teneriffa mit 18, Fuerteventura mit acht, Lanzarote mit fünf, La Gomera mit zwei sowie El Hierro mit einem Ertrunkenen.

Zwar besuchten die Kanarischen Inseln in diesem Jahr mehr Personen, das Touristenwachstum liegt jedoch unterhalb der Steigerung tödlicher Zwischenfälle. Damit gab es in diesem Jahr bisher sowohl absolut als auch prozentual mehr Todesfälle durch Ertrinken auf den Kanarischen Inseln.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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