Sie galt das historische Referenz. Wann immer auf den Kanaren über ankommende Migranten berichtet wurde, gab es den Vergleich mit 2006. Damals kamen innerhalb eines Jahres 31.678 Menschen auf den Kanarischen Inseln an. Doch nun gibt es einen neuen Höchstwert.
Die „Cayuco-Krise“ verdankt ihren Namen den kleinen, hochseeuntauglichen Holzbooten, mit denen Menschen die lebensgefährliche Überfahrt von Afrika auf die Kanaren wagen. Der Begriff gilt auf den Inseln als geflügeltes Wort. Doch nach 17 Jahren dürfte er allmählich aus dem Sprachgebrauch verschwinden.
Denn seit Samstag ist die einstmals historische Zahl übertroffen worden. Und das bereits zwei Monate vor Jahresende. Daher dürfte die Gesamt-Zahl ankommender Migranten im Jahr 2023 noch einmal deutlich ansteigen.
Zwei Kanaren-Flüchtlinge sterben nach ihrer Ankunft
Das Wochenende begann für die Kanarischen Inseln turbulent: Vier Boote kamen auf El Hierro an. Sie brachten 492 Hilfesuchende auf die Kanarischen Inseln. Vier der Insassen starben. Zwei bereits auf der Überfahrt und zwei weitere kurz nach ihrer Ankunft und noch während der Behandlung durch Ersthelfer.
Laut der Rettungszentrale der 112 Canarias waren am Freitagabend 254 Menschen gerettet worden. Kurze Zeit später kamen zwei weiterte Boote an. Und mit ihnen die vier Menschen, die die Überfahrt auf der gefährlichsten Fluchtroute der Welt mit ihrem Leben bezahlten.
Kanaren melden acht Migranten mehr als in der „Cayuco-Krise“ von 2006
Mit diesen Booten kamen offiziellen Angaben zufolge in diesem Jahr 31.686 Migranten auf den Kanarischen Inseln an. Und damit acht Menschen mehr als 2006. Insbesondere wenn die See ruhig bleibt, rechnen Hilfsorganisationen in den kommenden Wochen mit weiteren Boots-Ankünften.
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Migration: Mehr Kanaren-Flüchtlinge als in der „Cayuco-Krise“ von 2006
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