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- Die Kanaren stehen auf der Fodor No List 2026 wegen Übertourismus, Infrastrukturproblemen und Umweltbelastung.
- Mehr als 14 Millionen internationale Touristen in elf Monaten führten zu Abwasserproblemen, Staus und "explodierenden" Mietpreisen.
- Die Liste empfiehlt, beliebte Reiseziele zeitweise zu meiden und auf nachhaltigeren Tourismus zu setzen.
Die Kanaren stehen auf der „Fodor No List“ für 2026. Die Liste umfasst Reiseziele, die wegen Übertourismus vor verschiedenen Herausforderungen stehen. Damit reihen sich die Kanarischen Inseln ein in eine prominente Nachbarschaft.
Die „No List“ umfasst verschiedene Probleme. Dazu gehören vor allem Umweltauswirkungen. Außerdem wird die Belastung für Einheimische berücksichtigt. Die Liste ist eine Art der Aufforderung, Reiseziele für etwa ein Jahr möglichst komplett zu meiden. So soll die Möglichkeit der Regeneration entstehen.
Immer neue Tourismus-Rekorde haben insbesondere die stark touristischen Kanaren-Inseln Teneriffa und Gran Canaria infrastrukturell an ihre Grenzen gebracht. Ähnlich ist es auf Lanzarote. Die höchsten Abwasserwerte seit Jahrzehnten, Staus und Probleme bei der Flughafen-Abfertigung gelten nur als einige der typischen Auswirkungen, die sukzessive eine Belastungsgrenze aufzeigen.
Tourismus bringt Kanaren an ihre Belastungsgrenze
Neben der Infrastruktur reagiert auch der Mietmarkt mit nie dagewesenen Preisen. Aufgrund der spanischen Mietpreisbremse widmeten über Jahre viele Vermieter ihre Wohnungen der lange Zeit ungeregelten Ferienvermietung um. Hotel-Tourismus nahm zudem kaum ab.
In der Folge kamen allein in den ersten elf Monaten des Jahres bereits mehr als 14 Millionen internationale Touristen auf den Kanaren an. Hinzu kommen mehrere Millionen Spanier, die die Kanaren typischerweise für Feiertags-Ferien und verlängerte Wochenend-Trips nutzen.
Umweltschützer auf den Kanaren forderten über Jahre Begrenzungen für wichtige Naturräume. Zuletzt wurde bekannt, dass die als „Ökosteuer“ deklarierte Abgabe für Touristen an besonders schützenswerten Orten wie Masca allein im ersten Jahr etwa 700.000 Euro Steuergelder verbrannte.
„No-List“-Reisewarnung trifft nicht nur Kanarische Inseln
Die „No-List“ rät dazu, Orte für den Urlaub auszuwählen, die nachhaltigen Tourismus anbieten. Zudem solle abseits der typischen Reisewellen Urlaub gemacht werden. Auch solle verantwortungsvoll mit Wasser und lokalen Ressourcen umgegangen und im Urlaub auf lokale Unternehmen und Produkte gesetzt werden.
Neben den Kanaren sollen laut „No List 2026“ auch beliebte Reiseziele wie die Antarktis, der Glacier-Nationalpark in Montana (USA), die Isola Sacra nahe Rom, die Jungfrauregion im Berner Oberland (Schweiz), Mexiko City, Mombasa in Kenia sowie der Montmartre in Paris gemieden werden.
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Leserkommentare zu:
„Reisewarnung“ für die Kanaren im ganzen Jahr 2026 ausgegeben
Wer spricht diese Reisewarnung aus? Welche Konsequenzen hat das? Wie reagieren die Hoteliers? Da bin ich mal gespannt wie das weiter geht. Vielen Dank und viele Grüße aus Teneriffa Puerto de la Cruz.
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