Zum Inhalt springen
Mittwoch, 8. Juli 2026
Kanaren

Spanien verlagert 1000 minderjährige Kanaren-Migranten aufs Festland

Spanien hat fast 1000 minderjährige Migranten aufs Festland verlagert. Die Maßnahme soll den Druck von den Aufnahmestellen der Kanaren nehmen.
Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Spanien hat knapp 1000 minderjährige Migranten von den Kanaren aufs Festland verlegt, um die Aufnahmeeinrichtungen der Inseln zu entlasten.
  • Die Umsiedlung erfolgte auf Basis von Artikel 35 des Migrationsgesetzes durch Koordination zwischen verschiedenen autonomen Gemeinschaften.
  • Minister Ángel Víctor Torres bezeichnet die Maßnahme als Teil einer dauerhaften Strategie zur gerechteren Verteilung der Betreuungsverantwortung.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Knapp 1000 minderjährige Migranten kommen aufs spanische Festland. Das hat Ángel Víctor Torres bestätigt, der heutige Minister für territoriale Politik und frühere Präsident der Kanaren. Grundlage der Verlagerung ist Artikel 35 des Migrationsgesetzes, und das erklärte Ziel lautet, die Aufnahmestellen und die Infrastruktur der Inseln zu entlasten.

Wie die Zahl zustande kam, legte Torres in seinem Jahresbericht für 2025 dar. Maßgeblich seien teils administrative Beschlüsse gewesen, teils koordinierte Umsiedlungen, die zwischen den verschiedenen autonomen Gemeinschaften abgestimmt wurden. Eingebettet sind solche Schritte in jene Mechanismen der territorialen Kooperation, die der Staat vorantreibt.

Mit der Reform von Artikel 35, so der Minister, sei eine Mitverantwortung zwischen den autonomen Gemeinschaften entstanden. Die Betreuung minderjähriger Migranten soll dadurch gerechter verteilt werden, sodass stark beanspruchte Gebiete ihre Aufnahmeressourcen weniger ausgelastet sehen.

Kanaren schicken 1000 minderjährige Migranten nach Spanien

Auf den Kanaren lief die Verlagerung in enger Abstimmung mit der Regionalregierung ab. Durch dieses koordinierte Vorgehen soll die institutionelle Zusammenarbeit der zuständigen Verwaltungen im Kinderschutz gefestigt werden.



Torres machte deutlich, dass hinter den Maßnahmen eine Strategie steht, die auf den Dialog mit den autonomen Gemeinschaften baut. Die Anwendung von Artikel 35 betrachtet er als dauerhafte Lösung für ein anhaltendes Phänomen, das gemeinsame Antworten auf den unterschiedlichen Verwaltungsebenen verlangt.

Unterstützung für La Palma

Über die Migrationsfrage hinaus kamen im Bericht des Ministers weitere territoriale Themen zur Sprache. Dazu zählen die Wiederaufbauprojekte auf La Palma nach dem Vulkanausbruch ebenso wie Reaktionen auf klimatische Notfälle im ganzen Land.

Diese politischen Schritte ordnete Torres in die Regierungspolitik unter Ministerpräsident Pedro Sánchez ein. Die Umsiedlung minderjähriger Migranten aufs Festland zählte dabei zu den größten innenpolitischen Herausforderungen, vor denen Spanien im scheidenden Jahr 2025 stand.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.