Vulkanausbruch auf La Palma: U-Boot erforscht Atlantik – Besichtigung möglich


Ein Forschungs-Schiff erkundet die Auswirkungen des Vulkanausbruchs von La Palma auf das Meer. Das U-Boot kann im Hafen besichtigt werden.

Lesedauer: 2 Minuten

Live hat das Lava-Delta vor La Palma bisher noch kein Mensch in Gänze gesehen. Das soll sich nun ändern. Die völlig neue Meeres-Landschaft wird wissenschaftlich erschlossen. Dazu setzen die Forscher auf ein U-Boot.

Mit Tauchgängen von bis zu 300 Metern Tiefe ermöglicht die „Pisces VI“ die Ergründung des neu entstandenen Lavadeltas vor La Palma. Mit je drei Passagieren an Bord sollen in mehreren Tauchgängen die unterseeischen Lavaformationen erkundet und gefilmt werden.

Das wissenschaftliche Projekt „Vulcana III“ wird vom Spanischen Institut für Ozeanographie durchgeführt. Auf die Kanaren gelangt das U-Boot in diesem Rahmen mit dem Wissenschaftsschiff Ángeles Alvariño. Vor der Kanaren-Insel sollen die Wissenschaftler verschiedener Disziplinen nicht nur die Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf La Palma auf den Atlantik ergründen. Ihre Aufgabe besteht auch darin, die genaue Erweiterung der Insel durch die Lava zu untersuchen.

U-Boot kann von jedermann auf La Palma besichtigt werden

Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Eugenio Fraile ermöglicht nicht nur eine gründlichere und direkte Beobachtung der Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf das Meer und die Küste von La Palma. Es dient auch dazu, den Meeresgrund zu verfilmen und Proben zu entnehmen. Diese sollen dann weitere Erkenntnisse liefern.


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Besucher können das U-Boot am Nachmittag des 19. Februar besichtigen. Es wird im Hafen von Tazacorte auf La Palma zugänglich sein. Die Besatzung steht für Fragen zum Boot, den Tauchgängen und zum Ozean allgemein zur Verfügung.

Forscher tauchen nach Vulkanausbruch auf La Palma auf den Meeresgrund

Die Forschungsgruppe ist bereits seit 2015 im Einsatz. Der Vulkanausbruch auf La Palma ermöglicht es den Wissenschaftlern, neue Erkenntnisse zu sammeln. Schließlich können sie durch diesen sehr jungen Vulkanausbruch von Beginn an dabei sein, wenn sich die Umwelt verändert.

Der Vulkan am Cumbre Vieja war am 19. September 2021 ausgebrochen. Bis zum 13. Dezember liefen rund 159 Millionen Kubikmeter Lava aus den neu entstandenen Kratern. Mit 85 Tagen und acht Stunden war es der längste registrierte Vulkanausbruch auf La Palma.

Während dieser Zeit wurden 1345 Häuser zerstört. Rund 600 Familien verloren ihr Hab und Gut. Die ausgestoßene Lava bedeckt seither rund 1219 Hektar Land. Das entspricht etwa 1707 Fußballfeldern. Wie groß die Auswirkung auf den Altantik sind, soll nun unter anderem durch das U-Boot und seine Besatzung ergründet werden.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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