Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstagnachmittag im Süden der Kanareninsel Lanzarote mehrere Rettungsdienste auf den Plan gerufen. Etliche Kräfte rückten zu einem Großeinsatz aus, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, einige von ihnen schwer.
Auf der Inselstraße LZ-2 im Gemeindegebiet von Yaiza prallten zunächst vier Autos zusammen. In diese Unfallstelle raste anschließend ein Lastwagen. Am Ende standen sechs Verletzte zu Buche, zwei davon schwebten in Lebensgefahr, unter ihnen ein Deutscher.
Um 16.13 Uhr ereignete sich das Unglück, und nur wenig später erreichte ein Notruf die Leitstelle für Notfälle und Sicherheit der Kanarischen Regierung, 112 Canarias. Von dort aus wurden ohne Verzögerung Krankenwagen, Notärzte, Feuerwehr und Polizei in Marsch gesetzt, die mit zahlreichen Kräften an den Unfallort eilten.
Schwere Verletzungen bei Massencrash auf Lanzarote
Zwei Frauen, 70 und 72 Jahre alt, zogen sich nach den ersten medizinischen Einschätzungen schwere Mehrfachverletzungen zu und kamen per Rettungswagen ins Hospital Doctor José Molina Orosa. In dieselbe Klinik brachte man vier weitere Personen, die mittelschwere Verletzungen davongetragen hatten. Es handelt sich dabei um einen 78-jährigen Mann, einen Mann von 72 Jahren sowie um zwei Frauen im Alter von 58 und 30 Jahren.
Zu den Beteiligten zählte außerdem ein 77 Jahre alter deutscher Staatsbürger, den der heftige Zusammenstoß ebenfalls schwer verletzte. Noch am Unfallort kümmerten sich die Rettungskräfte um ihn, ehe auch er ins Krankenhaus kam.
Lanzarote: LKW rast in Unfallstelle
Den Ausgangspunkt bildete offenbar eine Frontalkollision zweier Fahrzeuge, aus der sich eine Kettenreaktion mit weiteren Beteiligten entwickelte. Enrique Espinosa, Leiter des Notfallkonsortiums von Lanzarote, schilderte den Ablauf so: Erst sei ein weiteres Auto in die bereits kollidierten Fahrzeuge gerast, dann habe der nachfolgende Lastwagen nicht mehr rechtzeitig bremsen können und sei seinerseits in die Unfallstelle hineingefahren.
Aus dieser Abfolge ergab sich ein komplexes Schadenbild mit mehreren schwer beschädigten Fahrzeugen. Zwei Menschen waren in ihren Autos eingeklemmt, sodass Feuerwehrleute sie aus den Wracks schneiden mussten. Die Einsatzkräfte sicherten danach die Unfallstelle ab, um weitere Gefahren auszuschließen, während die Sanitäter zeitgleich die Verletzten versorgten und den Abtransport in die Klinik vorbereiteten.
Vor allem um den 77-jährigen Deutschen stand es zunächst äußerst kritisch, wie Espinosa berichtete. Die Wucht des Aufpralls sei enorm gewesen, hieß es.
Im Einsatz waren neben zwei Rettungswagen drei weitere Krankenwagen. Feuerwehrleute des Sicherheits- und Notfallkonsortiums von Lanzarote halfen bei den Rettungsmaßnahmen, und Beamte der Guardia Civil regelten den Verkehr und nahmen die Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Für die Rettungsarbeiten und die Bergung der beschädigten Fahrzeuge wurde die Straße zeitweise gesperrt. Nun versucht die Polizei zu klären, wie es zu der folgenschweren Frontalkollision kommen konnte und ob womöglich ein Fahrfehler oder andere Umstände eine Rolle spielten.















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