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Dienstag, 9. Juni 2026
Teneriffa

300 Erdbeben am Teide: Neuer seismischer Schwarm auf Teneriffa

Erneut hat am Teide die Erde mehrere Hundert Male binnen kurzer Zeit gebebt. Es ist der achte Erdbeben-Schwarm auf Teneriffa seit 2016.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Mehr als 300 Erdbeben wurden am Teide auf Teneriffa registriert. Es ist der achte seismische Schwarm seit 2016 und der zweite binnen einer Woche.
  • Experten vermuten, dass flüssiges Magma in das hydrothermale System eindringt und dort zu messbaren Erschütterungen führt.
  • Trotz erhöhter Aktivität und leichter Bodenanhebung sehen Vulkanologen keine akute Gefahr eines bevorstehenden Ausbruchs.
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Es ist erst der achte Erdbeben-Schwarm seit zehn Jahren, doch der zweite binnen einer Woche. Am Montagabend hat erneut die Erde unter dem Teide gebebt. Mehr als 300 kleine Erdstöße wurden unter dem höchsten Berg Spaniens registriert.

Der Teide ist ein aktiver Vulkan. Und in den vergangenen Jahren erinnert der Berg im Zentrum Teneriffas regelmäßig daran. Das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln, Involcan, meldete den zweiten Erdbebenschwarm binnen weniger Tage.

Damit bewegte sich die Erde rund um den Teide-Nationalpark in den vergangenen Tagen bereits viele Hundert Male. Die Erdbeben werden als hybrid beschreiben. Hybride Erdbeben sind ein spezielles seismisches Phänomen, das wissenschaftlich zwischen tektonischen Bewegungen und vulkanischen Aktivitäten angesiedelt wird. Experten haben dazu eine Theorie:

Teneriffa: Erneute Erdbeben unter dem Teide

Das bereits in der Vorwoche einberufene Expertengremium hält es für wahrscheinlich, dass flüssiges Magma in das insulare hydrothermale System eindringt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass geschmolzenes Gestein aus der Tiefe aufsteigt und in höhere Gesteinsschichten eindringt.

Dort befinden sich normalerweise heißes Wasser und Gase. Sobald Magma direkt auf dieses Netzwerk aus Grundwasserleitern und heißen Quellen unter der Insel trifft, erhitzt sich das Vorkommen und durch die einhergehende Ausbreitung entsteht ein messbares Rumoren.

Der Teide ist ein aktiver Vulkan

Dieser Prozess ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach beobachtet worden. Hinzu kommen der um etwa zwei Zentimeter angestiegene Boden an der Nordflanke des Teide und die Zunahme von CO2 an dessen Krater. All das wird als „Vulkanrauschen“ beschrieben, das seit etwa zehn Jahren beobachtet wird.

Dennoch betonen die Forscher, dass es keinen akuten Grund zur Sorge gebe. Die Wahrscheinlichkeit für einen kurz- oder mittelfristigen Vulkanausbruch sei unverändert. Allerdings werde die zunehmende Aktivität genau beobachtet, hieß es aus dem Involcan.

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