Es ist erst der achte Erdbeben-Schwarm seit zehn Jahren, doch der zweite binnen einer Woche. Am Montagabend hat erneut die Erde unter dem Teide gebebt. Mehr als 300 kleine Erdstöße wurden unter dem höchsten Berg Spaniens registriert.
Der Teide ist ein aktiver Vulkan. Und in den vergangenen Jahren erinnert der Berg im Zentrum Teneriffas regelmäßig daran. Das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln, Involcan, meldete den zweiten Erdbebenschwarm binnen weniger Tage.
Damit bewegte sich die Erde rund um den Teide-Nationalpark in den vergangenen Tagen bereits viele Hundert Male. Die Erdbeben werden als hybrid beschreiben. Hybride Erdbeben sind ein spezielles seismisches Phänomen, das wissenschaftlich zwischen tektonischen Bewegungen und vulkanischen Aktivitäten angesiedelt wird. Experten haben dazu eine Theorie:
Teneriffa: Erneute Erdbeben unter dem Teide
Das bereits in der Vorwoche einberufene Expertengremium hält es für wahrscheinlich, dass flüssiges Magma in das insulare hydrothermale System eindringt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass geschmolzenes Gestein aus der Tiefe aufsteigt und in höhere Gesteinsschichten eindringt.
Dort befinden sich normalerweise heißes Wasser und Gase. Sobald Magma direkt auf dieses Netzwerk aus Grundwasserleitern und heißen Quellen unter der Insel trifft, erhitzt sich das Vorkommen und durch die einhergehende Ausbreitung entsteht ein messbares Rumoren.
Der Teide ist ein aktiver Vulkan
Dieser Prozess ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach beobachtet worden. Hinzu kommen der um etwa zwei Zentimeter angestiegene Boden an der Nordflanke des Teide und die Zunahme von CO2 an dessen Krater. All das wird als „Vulkanrauschen“ beschrieben, das seit etwa zehn Jahren beobachtet wird.
Dennoch betonen die Forscher, dass es keinen akuten Grund zur Sorge gebe. Die Wahrscheinlichkeit für einen kurz- oder mittelfristigen Vulkanausbruch sei unverändert. Allerdings werde die zunehmende Aktivität genau beobachtet, hieß es aus dem Involcan.
















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