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Kanaren statt Karibik: Passagiere erzwingen Übernachtung auf Teneriffa


Der Flieger sollte in der Dominikanischen Republik landen. Doch stattdessen gab es gleich zwei Zwischenlandungen. Schließlich mussten alle Passagiere auf Teneriffa übernachten. Das war geschehen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Zehn Stunden und zehn Minuten waren angesetzt. Doch das Flugzeug von Frankfurt in Deutschland nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik schaffte es grade mal bis auf die Azoren.

Ein eskalierender Konflikt zwischen Passagieren war für die Besatzung des Condor-Flugs nicht zu schlichten. Die Crew entscheid sich daraufhin in Absprache mit dem Piloten für eine ungeplante Zwischenlandung. Die Azoren boten der Boeing 767 den nächstgelegenen Flugplatz.

Wie eine Airline-Sprecherin dem Aero Telepgraph bestätigte, sei der Streit nicht ohne polizeiliche Hilfe zu schlichten gewesen. Aufgrund der Zwischenlandung und dem Polizeieinsatz vor Ort stand jedoch bald fest, dass die maximale Flugzeit der Crew überschritten würde. Ist absehbar, dass die Besatzung aus dieser gesetzlichen Vorgabe fallen wird, darf das Flugzeug nicht mehr abheben.

Passagiere eskalieren: Condor-Flug landet erst auf den Azoren, dann auf den Kanaren

Aus Sicherheitsgründen konnte die Maschine daher nicht bis in die Dominikanische Republik weiterfliegen. Auf den Azoren wiederum war jedoch nicht genügend Platz für die Touristen im “DomRep”-Ferienflieger. Die Boeing 767-300 fasst bis zu 375 Passagiere. Plus Crew brauchte es ausreichend freie Hotelbetten.

Condor sei daraufhin auf die Suche gegangen – und auf Teneriffa fündig geworden. Der Flieger hob also wieder ab und landete kurze Zeit später auf dem Flughafen Teneriffa-Süd. Im nahegelegenen Touristen-Hotspot konnten alle Passagiere in mehreren Hotels für eine Nacht eingecheckt werden.

Ferienflieger umgeleitet: Über Teneriffa in die Dominikanische Republik

Flug DE2208 ging am folgenden Abend daher nicht mehr von Frankfurt nach Punta Cana, sondern von Teneriffa-Süd in die Dominikanische Republik. Mit rund einem Tag Verspätung landete die Maschine schließlich sicher auf dem dortigen Flughafen.

“Die verspätete Ankunft unserer Gäste bedauern wir sehr. Allerdings hat Sicherheit zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität”, wird die Condor-Sprecherin zitiert. Da die Streithähne auf den Azoren verblieben, war die auf dem Weiterflug gewährleistet. Den Streit-Parteien droht nun eine saftige Rechnung.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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