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FTI-Pleite: Nicht nur Kanaren-Kunden warten noch auf ihr Geld


Vor rund drei Wochen hat der drittgrößte Reiseveranstalter Europas Insolvenz angemeldet. Die Nachwirkungen sind auch auf den Kanarischen Inseln noch deutlich spürbar.

Von Leserreporter – Lesedauer: 2 Minuten

Von Leserreporter Marlis Zoschke

Nach der FTI-Pleite sind alle noch nicht angetretenen Reisen storniert worden. Fast 175.000 Urlauber stehen nun da und wissen nicht wie es weitergeht. Die entrichteten Urlaubskosten wurden noch nicht zurückgezahlt, was bei dieser Menge an Reisenden in dieser kurzen Zeit wohl auch nicht möglich ist.

Sie werden vom Deutschen Reiseversicherungsfonds vertröstet. Zwar bieten Tui, Alltours und Dertour ein größeres Angebot an, doch das muss ja auch vorher bezahlt werden. Die wenigsten Urlauber können sich diese Doppelbelastung leisten.

Viele verhinderte Urlauber werden zudem ein ungutes Gefühl haben und lieber abwarten. Es ging sogar die Nachricht um, dass Reisende aus NRW wahrscheinlich kein Geld zurückbekämen. Warum, das wusste natürlich niemand, der die Nachricht teilte.

FTI-Pleite wirkt auf den Kanaren nach

Was die Rückzahlungen betrifft, habe ich kein so gutes Gefühl. Wir haben mal fast zwei Jahre bei einer Gruppenreise auf die Entschädigung gewartet, für einen etwa zwölf Stunden verspäteten Flug. Als wir dann in Amman ankamen, war unser Einreisevisum abgelaufen.

Doch die Bürokratie ist bei den Jordaniern wohl nicht so groß wie bei uns. Das war zwar eine andere Situation, doch die Anwälte der Zahlungspflichtigen geben sich sehr viel Mühe, um nach Lücken zu suchen.

Doch zurück zur FTI: Warum geht so ein großes Reiseunternehmen überhaupt pleite? Der Reisesektor boomt doch angeblich. Hat man ohne vorher zu verhandeln die Kunden mit Fantasiepreisen angelockt?

Eine Reise für 600 Euro für acht Tage auf die Kanaren ist für mich schon recht abenteuerlich. Jeder müsste sich doch denken können, dass auch im Abflugland schon Kosten anfallen, bevor man überhaupt in seinem Hotelzimmer angekommen ist.

Diebstahl und Billigtourismus: Kanaren-Hoteliers sind nicht zu beneiden

Die Hotelbesitzer sind nicht zu beneiden. Vielleicht bekommen sie bei einer so billigen Reise 40 Euro pro Zimmer. Doch was müssen sie alles dafür leisten? Ich glaube, wir machen uns das manchmal viel zu einfach.

Es ist interessant zu hören, was in den Hotels alles geklaut wird. Das merkt man schon daran, dass es viele Dinge gar nicht mehr gibt. Es fehlen immer wieder Handtücher. Die Kugelschreiber, die rumlagen, gibt es nicht mehr. Bademäntel kann man oft nur noch gegen Pfand leihen. Und als die Fernseher noch nicht befestigt waren, wurden auch die manchmal mitgenommen.

Wenn die Hotels noch so ausgestattet wären, wie vor vielen Jahren, wären sie als Urlaubshotel unbezahlbar. Und auch mit Sauberkeit haben zahlreiche Urlauber nicht mehr viel im Sinn. Das allerdings betrifft nicht nur Billig-Touristen.

Unsere Leserreporterin Marlis Zoschke schreibt regelmäßig über ihre Erfahrungen aus vielen Jahrzehnten auf den Kanaren. Weitere Beiträge von ihr finden Sie hier.


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